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9 (1889) Verwaltungsreorganisation, Orientfrage, Socialistengesetz : 1877 - 1878
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Die Reichstagssession von 1878.

tionen, die der Herr Vorredner darüber gemacht hat,daß wir, daß Deutschland eventuell bei einer angeblichenDupierung Oesterreichs durch Rußland, wie er behauptete,mitschuldig gewesen seien. Er hat das in der Maniergemacht, wie ich sie beim Anfang meiner augenblicklichenAeußerung charakterisierte, — er hat nicht behauptet,daß es seine Meinung wäre, aber er hat gesagt: ich willmich freuen, wenn ich mich bei Einsicht der Akten über-zeuge, daß es anders sei. Ja, das ist die Art, sich demStrafrichter bei Beleidigungen zu entziehen. Der HerrAbgeordnete hat damit ein großes Geschick in Wendungengezeigt, die der Unannehmlichkeit ausweichen, daß manihm sagt, du hast das behauptet. Er hat aber ein eben-so großes Geschick bekundet, die Vermutung aufzustellen,daß dem doch so sei, daß er berechtigten Verdachtsgruudhabe, und daß Deutschland sich darüber zu reinigen habe.Ich weiß nicht, woher er den Verdachtsgrund nimmt,wenn nicht aus seinem eignen deutschfreundlichen Herze».Ich kann dem Herrn versichern, daß er nicht nötig hat,uns gegenüber die Interessen Oesterreichs zu vertreten.Unsre Beziehungen zu Oesterreich sind die derGegenseitigkeit, der vollen Offenheit und desgegenseitigen Vertrauens, was eine große Selten-heit ist, namentlich nach den Vorgängen aus Zeiten, woandre Parteien in Oesterreich noch mächtiger waren, alssie dies heute sind. Nicht bloß von Monarch zu Mo-narch, von Regierung zu Negierung, — nein, ich stehepersönlich mit dem Grafen Andrassp zu meiner Freudeund zu meiner Ehre in demjenigen freundschaftlichenVerhältnis, welches ihm die Möglichkeit gibt, mir offenjede Frage, die er im Interesse Oesterreichs für nötighält, zu stellen, und er hat die Ueberzeugung, daß ich