Das Vertrauen zu Bismarcks Politik. 73
schen, Ihnen umständliche Vorlagen, nachdem sie ver-handelt haben wird, machen können. Wir machen ausunsrer Politik ja niemals ein Geheimnis, und wenn dieInterpellationen in diesem Räume über die Politik soselten gewesen sind, so ist das einmal ein Beweis per-sönlichen Vertrauens, welches man mir geschenkt hat (sehrrichtig!), und zweitens ein Beweis, daß zwischen derPolitik wie sie geführt ist und der Ansicht der Mehrheitder Landesvertretung volle Uebereinstimmung geherrschthat, daß zu einer Dissonanz kein Anlaß gegeben war.(Sehr richtig!)
Der Herr Vorredner klagt ferner, daß ich mich ansInformationen des englischen Parlaments berufen hätte.Ich habe nur gesagt, daß ich mich in der unangenehmenLage eines Geschichtserzählers befinde, der nicht weiß,ob nicht die Sache, die er vortragen will, durch die eng-lischen Verhandlungen bereits allen bekannt ist. Deshalbhabe ich eine Apologie gemacht, daß vielleicht die meistenHerren das schon wissen würden, was ich sagen würde,wenn sie aufmerksame Zeitungsleser gewesen sind. Aberich habe auch der juristischen Aufforderung, die der Vor-redner stellte, genügt, indem ich nichtsdestoweniger, ansdie Gefahr hin schon Gesagtes zu wiederholen, die ein-zelnen Sachen hier durchgegangen bin; wenn dem HerrnVorredner irgend etwas darin dunkel geblieben ist, sostehe ich ihm gern privatismnis zu Diensten (große Heiter-keit), nm ihm vorzulesen oder ihm vorlesen zu lassen, soweitdie Akten darüber vorhanden sind. Wenn der Herr Vor-redner sich wundert, daß dies die erste Mitteilung sei,die ich überhaupt hier gemacht hätte: — ja, wannhätte ich denn eine Mitteilung machen sollen? Etwa beider Thronrede, als ich nicht anwesend war? Es ist die