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Die Reichstagssession von 1878.
erste Verhandlung, in welcher ich mich befinde, die ersteFrage, die mir gestellt ist, also auch natürlich die ersteMitteilung der Art. Ich vermute, daß dieser Tadeldoch nur die Ausfüllung einer Pause gewesen ist, wäh-rend welcher der Herr Vorredner sich auf den nächstenbesonnen hat. (Heiterkeit.)
Es hat der Herr Vorredner gesagt, Deutschlandhätte sehr wohl die Autorität — setzen wir statt dessendie Macht — gehabt, den Krieg zu verhindern. Daranzweifle ich gar nicht. Es wäre das aber eine sehr großeThorheit, um mich nicht eines stärkeren und geläufigerenAusdrucks zu bedienen (Heiterkeit), wenn wir das gethauhätten. Es sind dergleichen Versuche ja doch in derneuesten Geschichte — der Herr Vorredner ist mit mir ingleichem Alter, er hat sie doch auch mit durchlebt — mehreregewesen. Sie sind demjenigen, der auf diese Weise einenKrieg andrer verhindert, der mit einem <inos o^o denFrieden geboten hat, niemals gedankt worden. Ich er-innere an einen Moment aus unsrer vaterländische»Geschichte: an die Verhandlungen von Olmütz. Da hatKaiser Nikolaus die Rolle gespielt, die der Herr Vor-redner Deutschland zumutet; er ist gekommen und hatgesagt: „auf den ersten, der hier schießt, schieße ich,"und infolgedessen kam der Friede zustande. Zn wessenVorteil, zu wessen Nachteil, politisch berechnet, das ge-hört der Geschichte an, das will ich hier nicht diskutieren.Ich frage bloß: ist diese Rolle, die er dort gespielt hat,dem Kaiser Nikolaus auf einer von beiden Seiten ge-dankt worden? Bei uns in Preußen ganz gewiß nicht!Die edlen Absichten dieses Herrn wurden verkannt gegen-über der Empfindlichkeit, die das nationale Gefühl einergroßen Nation berührt, wenn eine andre Macht ihr ge-