Das Dreikaiserbündnis.
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es seien denn Handelsrivalitäten und vorübergehendeVerstimmungen, die ja Vorkommen, aber doch nichts,was ernst zwei arbeitsame, friedliebende Nationen inKrieg bringen könnte, und ich schmeichle mir deshalb,daß wir auch zwischen England und Rußland unterUmständen ebensogut Vertrauensperson sein können, wieich sicher bin, daß wir es zwischen Oesterreich und Ruß-land sind, wenn sie sich nicht von selbst einigen können.(Bravo!)
Das Dreikaiserverhältnis, wenn man esso nennen will, während man es gewöhnlich Bündnisnennt, beruht überhaupt nicht auf geschriebenenVerpflichtungen, und keiner der drei Kaiser istverpflichtet, sich von den andern zwei Kaisern über-stimmen zu lassen. Es beruht auf der persön-lichen Sympathie zwischen den drei Monarchen,auf dem persönlichen Vertrauen, welches diese hohenHerren zu einander haben, und auf dem auf lang-jährige persönliche Beziehungen basiertenVerhältnis der leitenden Minister in allendrei Reichen. (Bravo!)
Wir haben stets vermieden, wenn Meinungsver-schiedenheiten zwischen Oesterreich und Rußland waren,eine Majorität von zweien gegen eins zu bilden, so daßwir bestimmt für einen Partei nähmen, auch wennunsre Wünsche etwa in der Beziehung nach der einenSeite mehr als nach der andern uns hingezogen hätten.Wir haben uns dessen enthalten, weil wir besorgten,daß das Band doch nicht stark genug sein möchte, undgewiß kann es nicht so stark sein, daß es eine dieserGroßmächte veranlassen könnte, aus Gefälligkeit für eineandre die eignen unbestreitbaren staatlichen und nationalen
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