Die Holztarife.
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von 872 Kilometern. Das deutsche Holz wird alsoum 13,70 Pfennige pro Kilometer teurer gefahren alsdas österreichische. Das letztere erhält auf dieser Routeeine Vorzugsprämie von 5,35 Mark für jeden Kubik-meter, also mehr als wir überhaupt für einen Kubik-meter in unsrer Provinz zahlen.
Wieweit das auf unsre Ernährungsverhältnisse zu-rückwirkt, das könnte ich Ihnen durch Briese aus Ober-schlesien beweisen, wo darüber geklagt wird, daß in dendortigen Wäldern alle kleinen Industrien, die auf denSchneidemühlen und Holzschneiden beruhen, augenblick-lich auch die Holzhauer brotlos sind. Die Leute, dievon den Fuhren zu den Schneidemühlen und von denSchneidemühlen ihren Broterwerb haben, sind brotlosund haben dabei die Annehmlichkeit, tagtäglich durchihre Wälder die Bahnzüge aus Oesterreich vorbeifahrenzu sehen, von denen jeder 30—40 Waggons galizischerund ungarischer Hölzer führt; während sie infolge derschlechten Ernte und Arbeitslosigkeit Hunger leiden müssen.Eichene Parketts gehen jetzt vorzugsweise nur noch ausUngarn nach Paris, während die näher gelegenen Par-kettfabriken in Sachsen, Westfalen und Rheinland ausMangel an Absatz stillstehen und zwar lediglich durchdie Differentialtarife, weil unsre Fabrikate die Frachten,die sie treffen, nicht tragen können. Das amtliche Schrift-stück fährt weiter fort:
Diese durch die bestehende Eisenbahnpolitik dienst-lich geschaffenen Mißverhältnisse üben eine so tiefgrei-fende Schädigung aus, nicht bloß auf den königlichenForstbesitz und die daraus zu erzielenden Staats-einnahmen, sondern auch auf Handel, Industrie undSterierkrnst der deutschen Länder, Es ist deshalb