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9 (1889) Verwaltungsreorganisation, Orientfrage, Socialistengesetz : 1877 - 1878
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40 Die Neuorganisation des preuß. Ministeriums 187778.

wie sie bestanden haben, und ist der AusdruckHandels-minister" maßgebend und entscheidend für die Auslegungdes Gesetzes, so mag ja der bisherige Handelsminister,das bisherige Handelsministerium diese Funktionen fort-setzen. Es ist ja ohnehin bemerkt, daß es vielleicht nütz-lich wäre, die gesetzliche Attribution von dem eigentlichenBetriebe der Eisenbahnen zu trennen, das würde sich jasehr leicht machen lassen; der Name ist also nicht störend.Für mich ist schleuniges Bedürfnis nur, den Betrieb aufden Staatsbahnen so schnell wie möglich zu reformieren,und ich bin zu der Ueberzeugung, daß diese Reformdringlich sei, namentlich in letzter Zeit durch die Be-schwerden andrer amtlicher Verwaltungszweige veran-laßt worden. Es sind einmal die Beschwerden der kai-serlichen Post- und Telegraphenverwaltnng, die darüberin einem dicken Heft mit vielen Nummern klagt, daß siebei dem jetzigen preußischen Handelsministerium als Auf-sichtsbehörde nicht die Berücksichtigung der Postinteressenfinde, und dauernd nicht finde, daß sie die Entscheidungüber ganz notwendige Dinge nicht erlangen könne. Eskommen da Klagen vor, daß beispielsweise die Züge,von denen der Postbetrieb abhängig ist, ohne vorgängigeBenachrichtigung der Post plötzlich geändert werden, ob-schon die Gesetze bei uns bestimmen, daß die Züge unterMitwirkung der Postverwaltung damals, als sie nochpreußisch war, geregelt werden sollten. Seit die PostNeichsinstitut geworden ist, hat man sich der Rücksicht-nahme auf diesesauswärtige" Institut in manchen Fäl-len geglaubt entschlagen zu können. (Heiterkeit.) DerPostlauf ist dadurch, durch plötzliche Aenderung einzelnerZüge auf den Staatsbahnen, wesentlich in Unordnunggekommen; man hat sich geweigert und weigert sich noch,