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9 (1889) Verwaltungsreorganisation, Orientfrage, Socialistengesetz : 1877 - 1878
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Dringlichkeit des Eisenbahnministeriums.

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dieser Vorlage bis zu dem Zeitpunkt, au dem ich ge-glaubt hatte, daß Sie wieder zusammentreten würden,also bis nach Ostern warten sollten, oder ob ich sogleicheine schleunige Vorlage einbringen sollte. Wenn ich daszweite gewählt habe, so ist das vielleicht geschäftlich un-klug und ein Ausbruch der deutschen Gutmütigkeit, welchevierhundert vielbeschäftigte Herren nicht ohne Not mehrbelästigen will, wenn ich wegen einer Sache, von der ichihörichterweise annahm, wir wären einig darüber, lieberwenige Tage vor Schluß noch meinte, daß ich sie nochauf meinen Kredit beim Reichstage nehmen könnte, alsdaß ich Sie damit belästigte, nach Ostern wieder zusam-menzukommen. Ich bitte also um Verzeihung, wenn ichaus Gutmütigkeit unrichtig gehandelt habe es sollnicht wieder Vorkommen. (Heiterkeit.)

Es handelt sich hier bloß darum, die Dringlich-keit der Vorlage zu besprechen und zu behandeln, nichtihren Inhalt. Wenn es sich bloß um ihren Inhalt han-delte, so glaube ich, brauchten wir uns gar nicht anzu-strengen, wir würden doch die Majorität haben, aber derZweifel ist über die Dringlichkeit. Ich habe schon vor-hin gesagt, warum mir eins und das andre dringlichschien, ich muß noch auf die Frage zurückkommeu, war-um die Schöpfung eines eignen Eisenbahn-ministeriums mir dringlich erschienen ist. Wirhaben damit ja nicht eine plötzliche und ungeprüfte Aen-deruug aller darüber bestehenden Gesetze in Anspruch ge-nommen, sondern das Bedürfnis war hauptsächlich einanderes: eine sachkundige und direkt für die Eisenbahnenverantwortliche Leitung und Aufsicht des Eisenbahn-betriebes, namentlich innerhalb der königlichen Bah-nen, zu schaffen. Die Gesetze können gerade so bestehen.