36 Die Neiwrgmüsatio» des preuß. Ministeriums 1877—78.
nicht teile, so lange habe zurücktreten lassen, bis derMoment gekommen war, wo ich seinen Widersprach nichtmehr zu fürchten brauche.
Es hat mich angenehm berührt, daß der Herr Ab-geordnete Virchow in der Strenge seines Urteils und inder Gegnerschaft seinerseits gegen die Minister sich so-fort mildert, sobald sie nicht mehr Minister sind; ichknüpfe daran die Hoffnung, daß er auch mich einmalgünstiger beurteilen wird, wenn ich nicht mehr Ministerbin. (Heiterkeit.)
Seine Anhänglichkeit an das frühere Ministeriumwar mir neu, aber ich bin doch angenehm davon über-rascht, wenn ich mich seiner Kämpfe mit dem KollegenEulenburg und Camphausen aus früheren Zeiten erinnere.
Warum der dritte Punkt, die Einsetzung desEisenbahnministers, eilig schien, das habe ichneulich schon berührt, und werde mir erlauben, nachherdarauf zurückzukommen. Ich will nur einige Punkte inder Rede des Herrn Abgeordneten Lasker beantworten,in der Reihe, wie er sie vorgebracht hat. Er sagte mir,ich hätte an einem Tage behauptet, nur der Finanz-minister könne füglich der Vertreter des Reichskanzlerssein. Ich habe das mit Bestimmtheit wohl nicht behauptet;ich habe vielleicht gesagt, er sei in Preußen der natür-lichste Vertreter des Reichskanzlers, und ich möchte ihnbitten, diese Wendung doch nicht aufrecht zu erhalten,daß ich den einen Tag gesagt hätte, nur der könne es,und an dem andern Tage, er könne es nicht, er sei dernatürlichste Vertreter. Indes war ich der Meinung undbin cs auch noch, nur war ich abgehalteu, danach zu ver-fahren, wenn ich mir klar mache, wie groß der Umfang derGeschäfte an sich wird, wenn diejenige Einwirkung auf