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9 (1889) Verwaltungsreorganisation, Orientfrage, Socialistengesetz : 1877 - 1878
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Die Errichtung eines Eisenbahnmimsteriums. 13

Ministerium muß darüber beraten, es muß die Einwil-ligung Sr. Majestät zu den Vorlagen erbitten! Das allessind Sachen, die wir nicht in vieruudzwanzig Stunden,nicht in drei Tagen Herstellen können, auch bei demgrößten Fleiß in den Arbeiten wir haben sie nichtfrüher liefern können! Hätte ich geglaubt, daß diese Vor-lagen auf Schwierigkeiten stoßen würden, daß sie einelängere Arbeit erforderten, fo wäre es ja indiziert ge-wesen, daß der Landtag jetzt geschlossen und nach demSchluß des Reichstages wieder eiuberufen würde, umdiese Angelegenheit zu erledigen. Es kommt das ja ganzdarauf an, wie viele Sitzungen wir gebrauchen. Könnenwir die Sache in einer oder zwei Sitzungen erledigen,so wird der Reichstag sich ja wohl so lange gedulden,obschon mir von den außerpreußischen Abgeordneten inmeiner Eigenschaft als Reichskanzler wiederholt Vor-würfe darüber gemacht werden, daß gerade der größteStaat in Deutschland und derjenige, bei dem die Be-rufung und Schließung des Landtages von dem deutschenKaiser in derselben Person abhängt, ein Beispiel gäbe,das, wenn andre es nachahmen, von uns getadelt zuwerden pflegt. Wenn aber die Sache so viele Vorbe-reitungen erfordert, wie der Herr Abgeordnete Miguelsagt, dann werden wir, so ungern wir daran denken, einerneuen Session des Landtages nach Schluß des Reichstagesuns nicht entziehen können. (Bewegung.)

Es ist von dem Herrn Vorredner gegen die Vorlageneingewendet worden, daß diese Dinge nicht dringlich seien.In Bezug auf den einen Punkt, den er selbst bereit war,zu bewilligen, den stellvertretenden Ministerpräsidenten,fällt diese Frage, wenn er eben bewilligt wird. Ich haltesonst auch diesen Punkt für dringlich, wenn das be-

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