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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Im preußischen Landtage 1873.

wie es scheint, und er sieht Gott getrennt von Königund Vaterland. Ich kann ihm auf diesem Wege wie aufso manchen andern nicht folgen, ich glaube, Gott zudienen, indem ich meinem Könige diene im Schutz desGemeinwesens, dessen Monarch er von Gottes Gnadenist, und in welchem die Freiheit gegen fremden Geistes-druck und die Unabhängigkeit unsres Volkes gegen fremdeEingriffs zu schützen die ihm von Gott auferlegte Pflichtist. Meine Pflicht ist es, dem Könige zu dienen, wie alleMinister, und der Herr Vorredner ist doch wirklich wenner ganz offen sein will, wozu er auf der Tribüne keineVerpflichtung hat (Heiterkeit) aber ich bin überzeugt,unter vier Augen ehrlich genug, uns einzugesteheu, daßwir an die Gottheit des Staates nicht glauben. Nichts-destoweniger läßt er sich zu dieser Entstellung der Wahr-heit verleiten er hätte dabei an die achtzig Jahredenken sollen, auf die er sich berief, als ob wir, diewir hier sitzen, an eine heidnische Staatsgottheit glaub-ten. Er verfällt dabei in denselben Fehler, den er gewissenrömischen Kaisern, die sich vergöttern ließen, nachredet.Wie er sagte, die Kaiser haben ja ihrerseits daran nichtgeglaubt, so ist er auch weit davon entfernt, daran zuglauben, er braucht es nur zur Beschönigung der Herr-schaft, die er auszuüben beabsichtigt. Dazu ist es nötig,daß wir als Heiden dargestellt werden. Der Satz, umden es sich hier handelt, ist nicht: Man soll Gott mehrdienen als den Menschen, sondern die Frage ist: Sollman dem Papst mehr dienen als dem Könige? (Wider-spruch im Zentrum.) Zwischen Papst und Gott ist fürmich ein wesentlicher Unterschied. Es handelt sich hiernicht darum, Gott zu dienen oder den Menschen zudienen, sondern es handelt sich darum: Sollen wir in