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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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196 Tie Neichstagssessio» von 187U—75.

heim bleibt, was im Reichsdienste passiert. Der früheremecklenburgische Minister (v. Bülow) ist in der Stellungdes Staatssekretärs ganz genau in derselben Lage. DieseIdee also, als ob, wenn ein heimlich sorgfältig präpa-rierter Krieg oder sonst eine Abscheulichkeit geplant würde(Heiterkeit), dieser Ausschuß, wenn er berufen würde, demauf die Sprünge kommen würde, ist ja ganz utopisch undeigentlich doch mehr für Romane, und Kiuderlesebücherberechnet. Im Jahre 1874 ist meines Erachtens garkein Bedürfnis gewesen, daß irgend eine Ausschußsitzunghätte stattfinden müssen, weil das Jahr 1874, was demHerrn Vorredner, wie es scheint, einen so erschreckendenEindruck gemacht hat, in den dreizehn Jahren, die ichnunmehr an der Spitze des Auswärtigen Amts vonPreußen und Deutschland stehe, eigentlich das ereignis-loseste gewesen ist, das mir je vorgekommeu ist. Ichziehe daraus den Schluß, daß dem Herrn Vorredner alleJahre einen furchtbaren und erschreckenden Eindruck ge-macht haben, und daß ihm das letzte gerade im Gedächt-nis geblieben ist. Wir, die wir wirklich im Geschäfts-leben stehen, haben 1874 eigentlich diplomatisch weniger,ich will nicht sagen weniger laufende Geschäfte — diegibt es immer — aber sehr wenig Gemütsbewegungengehabt. Durch die ganze Rede des Vorredners zog sichderselbe rote Faden leiser Verdächtigungen der Neichs-regieruugen, daß sie wohl daniit umgehen möchten, selbstden Frieden zu stören, auch wenn sie nicht angegriffenwürden, und der leise analoge rote Faden, wie er neulichvom Abgeordneten Lasker mit vollem Rechte in der Redeeines Mitgliedes derselben Partei gerügt wurde, als obdie Regierung und die Vertreter der einzelnen Staatendie Rechte ihrer Staaten nicht gehörig wahrnehmen, da-