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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Die Reichstagssession von 1873.

Im übrigen kann ich mein Zeugnis zu dem meinesHerrn Nachbars (Delbrück) legen; auch mir sind die be-haupteten Umstände ebenso vollständig unbekannt. Ichweiß nicht, woher der Herr Abgeordnete seine Behaup-tungen schöpft, mir sind keine Dotationen, außer denen,die amtlich bewilligt sind, bekannt, und ich habeIhnen amtlich noch niemals die Unwahrheitgesagt, soviel ich mich erinnere.

Wenn mir dies also vollständig unbekannt ist, sowird der Herr Abgeordnete schon daraus entnehmenkönnen, daß ich dergleichen Angaben nicht inspiriert habenkann, wohl aber würde es für mich von Interesse sein,wenn er sie mir milteilte.

Abgeordneter Richter erwiderte, Herr Hr. Aegidi, der Chefdes litterarischen Bureaus im Staatsministerium, ressortiere dochvon niemand anders als von dem Herrn Reichskanzler. Letzterenselbst für alles, was in den offiziösen Blättern stehe, verantwortlichzu machen, falle ihm nicht ein. Fürst Bismarck:

Ich glaube, da hätte ich außerordentlich viel zuthun, wenn ich für alles, was irgend eine Person, welchesich mit der offiziösen Presse beschäftigt und dafür schreibt,verantwortlich sein sollte. Der Herr Abgeordnete hat,glaube ich, selbst so viel Kenntnis von Preßsachen, umzu wissen, welches Maß von Zeit dazu gehört, um sach-kundig in der Presse schreiben zu können. Daß ich dieseZeit in meinem Gesundheitszustände, wo ich nicht einmaldie regelmäßigen Geschäfte vermalten und besorgen kann,nicht habe, wird der Herr Abgeordnete mir zugeben. Ober das, was er von dem genannten Herrn hier anführt,weiter beweisen und entwickeln kann, weiß ich nicht, undwas die Nennung dieses Namens bedeuten soll, weiß ichauch nicht, ich glaube aber, das hat für den Reichstagsehr wenig Interesse. (Bravo!)