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Der preußische Landtag 1868 -70.
kann sich das Ausland sagen, daß, wenn eine Armeesiegreich bei uns vordränge, sie nicht überall auf denselbenfeindlichen Widerstand stoßen würde, wie er vielleicht beijeder andern geschlossenen europäischen Nation zu erwartenwäre. Die Koriolane sind in Deutschland nicht selten,es fehlt ihnen nur an „Volskern", und wenn sie Volskerfänden, würden sie sich bald demaskieren; nur den letztenversöhnenden Abschluß Koriolans würden alle FrauenKassels und Deutschlands dann nicht im stände sein herbei-zuführen. Es ist sehr zu beklagen, daß dem bei uns soist. Vergegenwärtigen Sie sich den Eindruck, den es inSpanien wie in Rußland, in England wie in Frankreich,in Ungarn wie in Dänemark machen würde. Wenndort irgend jemand erklärte, er wolle seine partikulariftischenGelüste, seine Familieninteressen, seine Parteiinteressenmit ausländischer Hilfe durchführen, er setze seine ganzeHoffnung darauf, und arbeite dahin, daß die Flurenseines Vaterlandes zertreten würden von siegreichen aus-ländischen Kriegsheeren, daß seine eigne Heimat in dieselbeUnterjochung verfalle, wie wir sie am Anfang dieses Jahr-hunderts in Deutschland erlebt haben, was kümmern ihndie rauchenden Trümmer seines Vaterlandes, wenn ernur auf ihnen steht! nehmen Sie an, daß in allenLändern bis in das kleine Dänemark hinein eine Partei,eine Clique die Frechheit hätte, sich zu solchen Be-strebungen offen zu bekennen, solche Leute würden dortüberall ersticken unter der zermalmenden Verachtung ihrerLandsleute! Bei uns allein ist das nicht so; bei unserliegen sie nicht der Verachtung; sie tragen die Stirnhoch, sie finden öffentlich Verteidiger bis in diese Räumehinein.
Ueberall, wo Fäulnis ist, stellt sich ein Leben ein.