3)0 Der preußische Landing 1868—70.
einrichtungen ansehe, daß mit der Zeit und sobald derAugenblick dazu gekommen sein wird, der auswärtigediplomatische Dienst in seiner Gesamtheit auf den Bundund auf das Bundesbudget übertragen wird. Ich freuemich, aussprechen zu können, daß dieser Augenblick umsehr vieles näher gerückt ist (Hört! Hört!), als ich imvorigen Jahre bei derselben Besprechung noch erwartete.Die vertraulichen Verhandlungen mit unfern Bundes-genossen haben mir die Ueberzeugung gegeben, daß wirin Uebereinstimmung mit denselben dem Reichstage schonbei seinem nächsten Zusammentreten eine dahin gehendeVorlage werden machen können. (Hört! Hört! Bravo!)
Ich darf also konstatieren, daß die in dem Anträgeder Herren Graf Bethusp-Huc, v. Bennigsen und Frei-herr v. Hoverbeck ausgesprochenen Wünsche, so viel anuns liegt, ihrer Erfüllung noch in diesem Jahre und fürdas Jahr 1870 entgegengehen. (Bravo!)
Abg. Frhr. v. Hoverbeck glaubte aus dieser Erklärung denSchluß ziehen zu dürfen, daß damit die Aufhebung der Gesandt-schaften der einzelnen Bundesstaaten bei den auswärtigen Mächten,sowie der Fortfall der preußischen Gesandtschaften bei den Bundes-staaten verknüpft sei. Ferner stellte er unabhängig von dem An-träge Graf Bethusy denjenigen, die Gesandtschaft in Peking alskünftig wegfallend zu bezeichne». Der Minister antwortete:
Ich erlaube mir auf die Aeußerung des Herrn Vor-redners wenige Worte zur allgemeinen Debatte zu er-widern und behalte die näheren Ausführungen mir oderdem Herrn Kommissar in der Spezialdebatte vor. Ichbemerke zunächst, daß der Kostenpunkt von keinem ent-scheidenden Einflüsse auf die Auffassungen der KöniglichenRegierung und des Bundespräsidiums gewesen ist. DieFrage, ob wir die Bundesgenossen zu diesen Kosten heran-ziehen könnten oder nicht, ist zwar aus Gesichtspunkten