Der hannoversche Provinzialfonds rc. t3ö
Vorgehen auf diesem Wege in hohen: Maße entmutigtwürde. Ich weiß nicht, ob ich dazu raten würde, ihndann weiter zu betreten.
Das Hauptargument gegen die Bewilligung ist ebendas juristische, die angeblich ungerechte Bevorzugung dereinen Provinz vor der andern. Ist diese Bevorzugungdenn, meine Herren, so etwas vollständig Unerhörtes?Ich erinnere an einen kürzlichen Vorgang in diesemHause, wo mit vollen Händen ohne Widerspruch einerder alten Provinzen 40 Millionen für Eisenbahnen vo-tiert worden sind.
Sind wir nicht bereit, die speziellen provinziellenInteressen, welche allerdings durch das Vorhandenseineiner Landeskalamität in dieser Provinz momentan her-vorgehoben wurden, mit allgemeinen Schultern zu tragen,müssen nicht zu diesen 40 Millionen (Oh! Oh!) — ausIhrem Murren entnehme ich, daß Sie mir vorwerfen,ich käme auf den Notstand; doch meine Argumentationhängt nicht mit dem Notstände zusammen, denn demgegenwärtigen Notstände würde man mit einer vondei: 40 Millionen durch direkte Verteilung vielleicht wirk-samer entgegentreten können. Es handelt sich vielmehrum eine Verstopfung der Quellen zukünftiger Notstände,das will ich eher zugeben, denn das Ganze erstreckt sichauf viele Jahre — aber Thatsache ist, daß dies vomStaate zu gunsten einer Provinz geleistet wird, und ichfreue mich, daß es geschieht, und würde unter ähnlichenUmständen immer wieder dafür stimmen. Tragen wirnicht für eine andre Provinz, für Pommern, aus derallgemeinen Staatskasse einen sehr erheblichen Zuschuß,der aus der Garantie für gebaute Eisenbahnen hervor-geht? Ist das nicht auch ein Geschenk, wenn Sie wollen.