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2 (1890)
Entstehung
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eine Gänsehaut bekommen, wir werden nicht Nachlassen, so langees uns darum zu thun ist, Männer zu erziehen.

3) Wir wecken allüberall die Kraft unserer Schüler: dieKörper- und die Geisteskraft, und in dieser die Gemüts-, Deuk-nnd Willenskraft, mit einem Worte: wir befleißigen uns dernaturgemäß-entwickelnd-erziehenden Thätigkeit.

Wir ersparen unfern Pflegbefohlenen nirgends die An-strengung eigener Kräfte, natürlich gemäß ihrem Alter und ihrerIndividualität.

Wohl dem Lehrer, der dein Schüler Lust zu machen versteht!Dann gedeiht alles in der schönsten Weise. Das Interesse ander Sache ist die Beteiligung an derselben mit dem Gemüt.

Dieses stelle ich voran, es ist die Wurzel im Geist. Ansihm stammen die Impulse und die nachhaltigen Kräfte für denKopf und für den Willen. Ein fester Charakter ist ohne Ge-mütstiefe und -kraft undenkbar.

Eine Schule, welche Bildungsanstalt ist, ist nur zu kleinemTeile (leider war sie ehemals und ist sie fast jetzt noch nichtsanderes) eine Lernschnle, viel mehr ist sie Beschäftigungs- undArbeitsanstalt. In ihr arbeiten sich die Knabcn und Mädchenaus sich heraus.

Alles nach den Grundsätzen naturgemäßer Menschenent-wickelung. Wer dieses eine WartEntwickelung" ganz und garversteht, der bildet Menschenkräste.

4) Wir geben nur vernünftige, dem Zweck entsprechendeGesetze, und halten darauf.

Das Vorige gehörte auch wesentlich zu unserer Sache, jetztaber stehen mir mitten darin. Die Erziehung zur Gesetzlichkeitbesteht in der Übung der Gesetze.

In manchen Staaten scheinen manche Gesetze gegeben zuwerden, damit sie nicht gehalten werden.Es kommt nichtsdavon", sagen die Bauern.

Wehe der Schule, wo das die Schüler wissen! Wohl ihrund ihren Schülern dagegen, wo sie fühlen: der Lehrer giebtnur Gesetze, die ihr Wohl betreffen, nur vernünftige Gesetze,