Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
398
Einzelbild herunterladen
 

deren Richtigkeit sie immer mehr einsehen und deren Befolgunger keinen: erläßt.

Wir verlangen eine solche Ordnung und Gesetzgebung (äußer-lich braucht sie, wein: der Lehrer der rechte Mann ist, gar nichthervorzutreten), daß sie an sich dem Schüler eine Autorität ist.Wir verlaugei: Gehorsam, unbedingten und, wem: es nicht anderssein kann, blinden; aber wir leger: es an auf vernünftigen, d. h.von der Überzeugung vor: der Richtigkeit der Einrichtungen aus-gehenden Gehorsam. Auf ihn selbst aber verzichten wir nimmer.Ji: seiner Leistung liegt eine Kraftäußerung, liegt selbst Vernunftnnd Bildung, Wohlgezogenheit und Sitte, und welche Vorbildungfür ein erfolgreiches, glückliches Leben!

Wer diese Überzeugungen hegt, den: ist nichts furchtbarerals eine Schule ii: Zuchtlosigkeit und Unordnung, als eineKinderschar in einer Bildungsanstalt, ii: der sie weder Zucht,noch Sitte und Anstand lernt, als eine Schule, in welcher stattder Stille der Lärm herrscht, statt der Aufmerksamkeit die Zer-streutheit, statt des stillen Fleißes die rohe Geschäftigkeit, stattder Folgsamkeit die Widerspenstigkeit und die Frechheit.

Welche Folgen muß eine solche Schule erzeugen!

Wir klagei: über den Mangel ai: Charakteren. Wir habenRecht, dein: er ist erschrecklich, dieser Mangel. Man kann manchesDorf, manche Stadt durchsuche,:, und inan schätzt sich glücklich,wenn man einzelne findet.

Auch über die Lehrer wäre hier manches zu sagen, manblicke sich um, mau frage sich, wie sie sich verhalten Habei: 1849,ein Jahr nach den: Jahre 1848, und Heuer 1850; aber diesmalgehen wir ai: dem Kelche vorüber!

Wer sich selbst, wer einen andern zum Manne, wer vielezu Männern bilden will, er frage sich, wie solches geschieht!

Ich habe diesmal ein Mittel dargestellt: Das Dringe»auf Achtung und Respekt vor dem Gesetz, gesetzliches Verhaltei:.Die Gegenteile sind willkürliches, launenhaftes Betragen, Eigen-:n:d Vielwilleu. Diese erscheinen manchmal als Kraft, sind abernichts weiter als Unkraft und Schwäche. Kraft liegt in den:Beugen des Nackens unter das, was die Vernunft gebietet und