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Zeiten ihre stahlhartcn und eisenfesien Männer? Durften ihreKnaben und Jünglinge etwa thun, was sie wollten, und bogman zu ihren Gunsten das Gesetz? Aber was fragt die Mehr-zahl unserer Zeitgenossen nach der Geschichte und ihren Lehren!Die meisten sind selbst Weichlinge, haben ganz falsche Begriffevon Freiheit, Gesetz und Ordnung und noch falschere von Er-ziehung, sie haben die Anschauung starker, männlicher Charakteretotal verloren; wie ist ihnen da mit pädagogischem Ernste bei-znkommen?
Welchen erbärmlichen Meinungen mrsereZeitgenossen huldigen,kann man aus allerhand kleinen Erscheinungen wahrnehmen.
Ich glaube, daß man sagen kann, in den meisten Städtenhält man den Lehrer für einen zurückgebliebenen, welcher esnicht verschmäht, ungezogene Knaben zu züchtigen und dem-jenigen, der ein freches Maul hat, eiue Ohrfeige zu stechen. Un-bedingt strenges Halten auf Kommen zur rechten Zeit nach derMinute oder Sekunde wird als Pedanterie verschrieen. Be-anspruchung der Herauskehrung der ganzen Kraft des Knabenund Jünglings gilt für Härte und Despotie.
Leider sind viele Lehrer selbst von diesen und den damitverwandten Ansichten ergriffen. Wie sie schlaff, oder, wie sie sagen,„gemütlich" lehren, so üben sie auch eine schlaffe Disziplin.
Wo trifft inan noch die alte sittliche Haltung der Schiller inGegenwart des Lehrers, in der Schule, oder selbst in der Kirche?
Hört man nicht oft aus zwanzig und mehr Schritte weitan dem Lärm der Jugend, daß man sich einer Schule nähert?
Ich gehe darüber hinweg, jedermann kennt das, jedermannweicht darum der Jugend aus — wo ist noch Respekt vor denErwachsenen oder selbst vor dein Alter? — und das nennenverblendete Eltern, salbadernde, verweichlichte Lehrer — humaneErziehung, Erziehung im Geiste der Liebe!
Ob Männer dadurch entstehen, danach fragt man nicht;ja man muß es sagen, danach scheinen auch die Lenker desStaates nicht zu fragen.
Aber die, welche freie Bürger haben wollten, sollten dochdanach frageil.