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Und in nnsern Schulen?
Wie steht es da mit Ordnung und Zucht, Gehorsam undgesetzlichen: Betragen? Treffen mir diese wichtigen Beziehungenin der Verfassung, daß wir sagen können: unsere Schulen er-ziehen zu gesetzlichem Verhalten in dem Staate, erzeugen in den:Heranwachsenden den Sinn für Ordnung und Gesetz?
Leider kann inan diese Fragen nicht mit Ja beantworten.
Das möchte für den Augenblick ziemlich gleichgültig sein;dein: Unordnungen ii: den Schulei: stürzen den Staat nicht um,nur die Lehrer sind allenfalls zu beklagen, die nicht Manns genugsind, um dei: noch nicht einmal Mündigen Respekt einzuflößen;aber — davoi: soll hier noch allein die Rede sein — aus Willkür,unter Willkür, bei Ungehorsam, unter und in Ungehorsam, ausUnordnung u. s. w. erwachsei: keine starken Charaktere.
Frage sich jeder, wie viele wir deren haben, und dann wirder geneigt sein, über die Ursachen dieses schreckliche:: Mangelsnachzndenken, und dasselbe wird ihn aus eine dieser Ursache,:,auf die Schulen, hinleiten.
Nur unter strenger Erziehung, welche ohne Zuchtund Gehorsam undenkbar ist, gedeihen starke Charaktere.
Kein Leser wird daher, wenn er dieses liest, mir dei: Vor-wurf machen, als wolle ich Autorität und Gehorsam um ihrerselbst, um rein äußerlicher Zwecke willen, oder um sklavischeNaturen, Sklaven und Knechte, zu erziehen; nein, ich will sieals notwendige Bildungsmittel starker, energischer Nature». VonErziehung sklavisch gesinnter Menschen und knechtisch gesinnterUnterthanen ist gar keine Rede, sondern von der Erziehung freierund starker, und darum gesetzlich handelnder und folglich mitRespekt vor dem Gesetz erfüllter Bürger. Um die richtige An-sicht zu gewinnen, muß man die gewöhnliche Meinung geradezuumkehren. Diese vulgäre Meinung besteht darin, zu wähnen,man erziehe freie Menschen, wenn man sie ii: der Jugend inWillkür und Laune aufwachsen lasse, wenn man ihnen möglichstvielen freien Willen gestatte, und wie diese und ähnliche bekannteAusdrücke heißen mögen. Die Geschichte könnte solche schreiendeJrrtümer widerlegen, dein: wie erzogen die Griechen in den beste::
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