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wie männliche, energische Eigenschaften hervorgehen könnten ausWeichlichkeit, Schlaffheit und Willkür. Also davon kein Wortweiter, daß die Jugend, auch die Zöglinge, welche sich demLehrerbernse, der soviel Aufopferung und Selbstverleugnungfordert, widmen, in Ernst und Strenge gehalten werden sollenund müssen. „Wer andere wohl zu leiten strebt, muß fähigsein, viel zu entbehren." Welche Wohlthat man einen: jungen,an Unordnung, Unreinlichkeit, Liederlichkeit in seinen Sachen ge-wöhnten Menschen erweiset, den man, wenn es nicht anders geht,selbst durch Zwang — an Ordnung, Reinlichkeit, Genauigkeitund Hurtigkeit gewöhnt, ist fast unglaublich. Und wie vernachlässigt in dieser Beziehung viele junge Leute in die Seminarie»eintreten, ist ebenfalls unglaublich.
Also geschlossene Anstalten — denn sie begünstigendie eben dargestellten wichtigen Zwecke.
Ja, unbedingt entscheide ich mich für sie, wenn sie danachsind — wenn sie vernünftige Gesetze handhaben, an Ordnungund Sitte, gute Lebensart, Verträglichkeit und Dienstleistungengewöhnen — wenn in ihnen weder Frömmelei noch Roheit(die beide:: Klippen des Zusammenlebens vieler jungen Leute),sondern Begeisterung für die Sache und den edlen Beruf herrscht,eine Begeisterung, deren nur unverdorbene Gemüter fähig sind,die aber, wenn sie einmal da ist, leicht mehr oder weniger alleergreift und tausend Angehörigkeiten nicht aufkommen läßt;wenn sich die jungen Leute trotz aller Ordnung, Pünktlichkeitund Gewöhnung an Minuten und Sekunden, die sein muß inder Anstalt, frei und wohl fühlen; wenn, sage ich, diese unddie damit verwandten Beschaffenheiten in der Anstalt herrschen:dann sind solche jungen Leute glücklich zu preisen, daß sie ihrganz angehören, und dann denken sie noch im Alter an dierüstig in dem Seminar vollbrachten, den Grund zur Tüchtigkeitin: Lehrerleben legenden Jugendjahre dankbar zurück. Die Be-hörden haben das alles in ihrer Hand. Sie dürfen nur wollen,nur den Geist des Ernstes und der Heiterkeit und Frische, denGeist der freien Entwickelung begünstigen und wollen, und wirhaben, was wir so sehnsuchtsvoll müuschen. Wenn aber die