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Schritt vorwärts thun wollen. Hie fallen die Würfel über dieZukunft der Seminare und der Volksbildung.
Die Grundrechte tiberlassen der Geistlichkeit die Überwachungund Besorgung des Religionsunterrichts in der Volksschule;eignen, vom Staat ernannten Behörden dagegen wird die Auf-sicht über das öffentliche Unterrichtswefen anvertraut. Wie wirdsich beides nebeneinander gestalten? Ich kann darüber nur Ver-mutungen und Nieinungen aussprechen; entscheidend lösen läßtsich die Sache jetzt noch nicht.
Sehr viel kommt darauf au, ob wir in der Folge Gemeinde-(Kommunal-), oder, wie bisher, Konfessionsschulen haben werden.Wohin meine Neigung ausschlägt, setze ich als bekannt voraus,ich wiederhole hier die Gründe nicht. Hier ist nur von denLehrerbildungsanstalten zu reden.
Aber im schlimmsten Falle, selbst dann, wenn die Kon-fessionsschulen fortbestehen sollten, selbst dann stimmte ich fürSimultan-Seminare. Die Lehrerbildung soll die eine und gleiche,soll eine gemeinsame sein. Sie ist nur dann dieselbe, wenn sieeine gemeinschaftliche ist. Ich führe für dieselbe hier nur folgendezwei Hauptgründe auf:
1. Die deutsche Nation soll zur Einheit, durch Einheit zurStärke und Macht heranwachsen. Das ist nicht möglich ohneÜbereinstimmung der Erziehung der Nation, der Jugend derNation. Der Deutsche soll sich dem Deutschen, ohne trennendeUnterschiede, verwandt fühlen. Das muß er zum Teil erstlernen, das muß die Jugend lernen, in diesem Gefühl und Be-wußtsein muß sie erzogen werden, diese Eigenschaften müssen vonden Lehrern ausgehen; darum müssen die Lehrer inGemeinschaft erzogen und gebildet werden.
2. Der Mensch soll in dem Menschen den Menschen achtenund lieben; die Verschiedenheit des Glaubens soll keine Feind-schaft, keine Absonderung und keine Trennung begründen; dieAchtung vor dein Menschen und seiner Würde soll nicht ab-hängen von der Einerleiheit oder Verschiedenheit des Glaubensund der Kirche; der große Grundsatz der bürgerlichen und sitt-lichen Wertschätzung menschlicher Tugenden soll den: Menschen