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Seminarlehrer. Sie existieren nicht mehr, wenigstens ist ihrNachwuchs schwach. Wenn es so sort geht, wie in den letztenacht Jahren, so verschwinden sie mit den Schülern jener Männerganz. Das Dringen ans Nechtgläubigkeit, die Sucht, den so-genannten wahren Glauben auszubreiten, und die Ausgeburtendieser Richtung: das Hineinlegen von „Erbschätzen" ins Ge-dächtnis, das Auswendiglernen, das andozierende Lehrverfahren,die Verachtung des Elementarisierens und das bequeme Geschreiüber Methodensncht (möchten nur alle lebenslang über die Ver-besserung der Methode Nachdenken!), dieses und anderes habenuns bereits um einen großen Teil der segensreichen Früchte derPestalozzischen Schule und ihrer Nachfolger gebracht; die be-geisternde Wirksamkeit der Seminare ist größtenteils dahin —nicht durch die Schuld der Lehrer. Noch ist es Zeit, zum Gutenund Rechten ist immer die Zeit, möchte man sie benutzen!
Summa: Wir suchen die Seminardirektoren und Lehrer nichtunter den Studierten, nicht unter den Nicht-Studierten, nichtunter den Theologen, nicht unter den Nicht-Theologen; wirsuchen, wo wir sie auch finden möchten, praktisch-durch ge-bildete Lehrer. Das Festhalten der Kategorien von Litteratenund Nicht-Litteraten wäre, nachdem die Grundrechte des deutschenVolkes alle Bevorrechtungen aufgehoben und jedem das Recht zu-gesprochen haben, sich zu jedem Amte zu befähigen, ein Verlassendes Standpunktes, den wir uns glücklich preisen, erreicht zu haben.
6. Der Lehrstoff.
Was ich darüber zu sagen hatte, habe ich oben unter 2 schon gesagt.
Männer, von den Gedanken und Anforderungen der neuenZeit ergriffen, werden darin das Rechte schon finden. Ein Ver-sehen in betreff der Auswahl und des Quantums des Lehrstoffesverbessert sich leicht, es ist kein Grundfehler. Auch kann in dieserBeziehung der Verschiedenheit der einzelnen Provinzen Rechnunggetragen werden.
7. Getrennt-Konfessionelle oder Siinnltan-Seminare?
Hier stehen wir an einem Wendepunkt. Hier entscheidet essich, ob wir alte Einrichtungen festhalten, oder einen kühnen
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