Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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bimdeiien Zusammenscharung der Gläribigen das Verdammen derUngläubigen" nicht, die natürlich nicht ans Wahrheitsliebe,sondern aus Verstocktheit, Bosheit und angestammter Verdorben-heit ungläubig sind. Der Fluch über sie ist eingottseliger"Fluch. Wen Gott verflucht, warum sollte den der Mensch nichtauch verfluchen?

Male sich das weiter aus, wer dazu Lust hat! Man brauchtauch nur in die Religionsgeschichte zu blicken. Aber das denkeinan sich, was aus einer Jugend werden muß, die während derganzen Jahre der Bildung solchem Einfluß ausgesetzt ist! Wobleibt da Einfachheit, Offenheit, Wahrhaftigkeit, Wahrheits-gefühl und Sinn für Wahrheit?

3. Geht der Vorschlag zur Beseitigung der trennenden Kon-fessionsschulen und ihre Vertretung durch einigende Volksschulen(erst dann werden sie Volksschulen) durch, so folgt von selbst(wie anderwärts schon angedeutet), daß konfessionelle Geistlichenicht weiter die Schule, weil allgemeine Volksschule, zu leitengeeignet erscheinen. Es folgte solches auch schon aus der Trennungder Kirche vom Staat und der geforderten innigen Verbindungder Schule mit dem Staat. Mit dem einen ist das andere alsnotwendige Konsequenz zugleich gesetzt.

Zweierlei Einwürse werden dagegen noch erhoben werden.Der eine rührt von denen her, die sich weder von erblichen Vor-urteilen, noch von der Knechtschaft historischer Nachbeterei be-freien könne»; der andere hat seinen Ursprung in einem didak-tischen Irrtum.

Jene sprechen die tausendfach wiederholte, aber niemals be-wiesene Behauptung nach, daß das Wesen des wahren, bildendenUnterrichts durch die Einwirkung der Geistlichen in die Schulengekommen und durch sie darin erhalten werde, daß mit dem Ver-schwinden des direkten und überwiegenden Einflusses der Kircheauf die Schule und ihre Lehrer die Herrschaft eines verflachenden,weltlichen, ungeistlichen und ungeistigen Unterrichts gesetzt sei.Es giebt keine falschere Meinung als diese. Nicht bloß der Ein-blick in die Schulen, nicht bloß allgemeines Nachdenken, sondernauch die Geschichte des Schulwesens zeigt die Unwahrheit dieser