Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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Offenbar sind das die besseren unter den Sätzen dieser vierArten. Aber dennoch!

Warum wartete man die zur Einsicht erforderliche Ver-standesreife nicht ab? Warum wartete man nicht, bis in demSchüler die Frage nach dieser Wahrheit, das Bedürfnis nach ihrerBeantwortung entstand? Wer wegen in späteren Zeiten ein-tretenden Hungers jetzt unverdauliche Speise zu sich nimmt, ver-dirbt sich den Magen. Ähnlich ist es mit den: Hineinlegen toterSchätze" in das Gedächtnis. Möglicherweise kommen sie demeinen und dem andern noch einmal zu gut, wenn die Leidendes Lebens ihn nach Trost durch einen Gedanken, eineu Spruch rc.begierig machen, und er findet ihn dann in sich lind er erwacht:aber das sind Einzelfälle, Ausnahme»; das Aufnehmen unver-standener Lehrstoffe schadet jedem, und der allgemeine sichereSchade wird durch einen möglichen, zweifelhaften Gewinn in ein-zelnen Fällen nicht aufgehoben, viel weniger ausgewogen. DieMethode verwirft das Verfahren.

Mit dein Tröste, den ein Mensch bedarf, ist es überhaupteine eigene Sache. Einmal sind es Zustände des Leidens, derKrankheit und der Schwäche, in welchen man desselben sich be-dürftig fühlt; daun richtet sich dieses Bedürfnis nach dem Bil-dungsgrad und Standpunkt des einzelnen, nicht alles ist für alle;drittens kann inan desselben je nach der Art des Bedürfnissesauch leicht habhaft werden; jedermann weiß ja, wo dergeistlicheTrost", dei: man meint, wenn man jenes Verfahren zu rechtfertigenversucht, zu haben ist. Kurz, durch diese Einzelfälle kann eineso fehlerhafte, zweideutige Methode kaum entschuldigt werden.Obendrein ist die Zahl der Sätze der geschilderteil vierteil Artklein gegen die der vorhergehenden drei Arten. Die vernünftigeMethode verlangt, daß der Mensch nichts gelehrt werde, waser nicht versteht; sie tadelt und verwirft unbedingt alles, was zuden Kategorien 13 gehört; hier und da mag Nro. 4 zu ent-schuldigen sein, wenn inan die Notznstände der Schüler lindLehrerschmachheiten, die nicht fehleil können, berücksichtigt. Aberselbst die zu ihr zu rechnenden Sätze schaden, weil sie nicht zuverdauen sind, dem Geiste, und auch sie schwächeil die lebendige