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Erste Art: Die Sätze werden weder in der Zeit, inder sie dem Schüler vorgelegt werden, noch auchspäter verstanden; sie gehören zn denjenigen,welche „über alle Vernunft" sind.
Von ihnen bleibt nichts mehr und nichts weniger als dieszu sagen: sie liegen wie Steine im Magen, unverarbeitet imWortgedächtnis; sie sind keiner Verarbeitung und Entwickelungfähig; sie lähmen den Geist und schwächen dadurch indirekt dasGefühl für Wahrheit. Wie mau den Schwierigkeiten, die mauvergeblich zu ersteigen versucht hat, endlich unmutig den Rückenzuwendet, so überfällt einen ein niederschlagendes Gefühl bei derErinnerung an die unfruchtbar gebliebene Mühe, solche Sätzewenigstens dem Wortinhalte nach zu fassen und sie zu verstehen.Ihre Wirkung ist nur schädlicher Natur.
Zweite Art: Die Sätze widersprechen, jetzt undimmer, der sinnlichen Wahrheit, der Wahr-heit der Sinne, aller sinnlichen Erfahrung.Unsere in Asien entsprungene, ihrem Wesen nach orientalischeReligion fußt auf dem Glauben an Wunder. Dem Orientalensteht hinter der Natur ein außerweltlicher Gott, welcher jedenAugenblick nach freiem unerklärbarem Belieben in den Gang derNatur eingreift, die Naturgesetze aufhebeud oder sie beschränkend.Der occidentalischen Bildung dagegen, d. h. unserer Bildung gemäß,erblicken wir in den Ereignissen der Welt lauter Naturgesetze,und wir führen alle Erscheinungen auf das Verhältnis von Ur-sache und Wirkling zurück. Einer solchen Anschannugsweise wider-steht die Vorstellung des Wunders, sie ist ihr unheimlich undgrauenerweckend. Pflanzt der Lehrer letztere früh in des KindesGemüt, so setzt er es von vorn herein in direkten Gegensatz mitaller nachherigen Bildung und Erfahrung, verdunkelt oder ver-wirrt ihm den Blick für dieselbe, hemmt dadurch die Entwicke-lung und bringt es nicht selten so weit, daß der Mensch seinganzes Leben lang seine Augen und seinen Verstand den einfachstenWahrheiteil verschließt.
Dritte Art: Die Sätze sind der Art, daß der un-reife Mensch sie für wahr hält und sich auchda-
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