XXIV.
HonMoiieller Meligionsmikemcht in den Schulen,oder nicht?
Ein Votum zur Überlegung und Besprechung.
Der Gegenstand der vorliegenden Ab-handlung gehört zu den bestrittenen: erist einer von denen, um welche sich dieStreiter scharen, entweder um sic anzu-greisen, oder zu verteidigen; er bildeteinen Kernpunkt des Streites.
„Man soll den Kindern nicht vonHadersachen sagen!" Luther.
Unter den Vorwürfen, die mir in meinem Leben gemachtworden sind, entbehrt keiner mehr der Begründung, als der, daßich meine Ansichten oder Meinungen anderen aufreden möchteund anfzuzwingen suchte. Von dieser Verkehrtheit kann keinerweiter entfernt sein, als ich, weil ein Prinzip mich zum Gegen-teil zwingt. Ich hege nämlich die Überzeugung, daß jeder —einem andern nach gesproch ene, auf dessen Autoritätblind angenommene Satz dem Menschen schadet. Esist hier zwar zunächst nicht von Sätzen, wie zweimal 2 — 4, dieRede; aber selbst von solchen wird es gelten. Wir wollen hierjedoch nur an Sätze denken, welche das innere Leben, die Über-zeugungen, welche Gesinnungen wecken, betreffen, nur au solche,über welche von jeher verschiedene Ansichten geherrscht haben undherrschen. Von diesen gilt die eben unterstrichene Behauptung: