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Weltall fortbeivegt, folglich in andere Beziehungen zn den übrigenHimmelskörpern tritt, von welchen jeder ans jeden wirkt: derwird an eine Wiederkehr derselben Temperatur und ihrer Folgenauf alles ohne Ausnahme, ohne jede Veränderung nicht glauben.In der Natur giebt es nichts Unveränderliches.
d. Nicht in der Menschenwelt. Schon darum nicht,weil der Mensch zur Natur gehört und teilnimmt an ihren Ver-änderungen. Dann darum nicht, weil die Menschenwelt auseinzelneu Meuschen besteht und das Ganze bestimmt wird durch dieNatur der einzelnen. Im XIX. Jahrhundert werden die Kinderanders geboren als in jedem der früheren Jahrhunderte, denn dieEltern dieser Kinder sind andere. Jeder einzelne Mensch ver-ändert sich, er mag wollen oder nicht, mit jede»: Augenblick physisch,folglich schon darum auch geistig. Die Meinungen, Ansichten,Überzeugungen, Gedanken unterliegen in jedem Lebendigen (Lebenist Entwickelung) der steten Veränderung. Kein Gedanke desMannes ist noch ganz derselbe, wie er ihn als Kind hatte; mitder Änderung eines einzigen ändern sich alle andern. Da dasMenschengeschlecht aus Individuen besteht, so gilt dasselbe auchvom Ganzen. Die Erkenntnisse werden andere, die Wissenschaftenändern sich, die Gesetze, die Einrichtungen, die Sitten, die Lebens-weisen, ja — was ändert sich nicht? Nenne mir etwas! Nenneeinen einzigen Gedanken, der sich nicht änderte! Du könntestmatheinatische Wahrheiten nennen, z. B. 2 mal 2 ist 4, dieSumme aller Winkel eines Dreiecks ^ 2 R. u. s. w. Dies istrichtig,' wenn mail diese Sätze für sich betrachtet. Delikt inansie aber im Zusammenhangs mit allen übrige», so wird niemandbehaupten, daß sie noch dieselben seien. Auf allen anderen Ge-bieten, auf denen der Standpunkt des einzelneil und aller in be-treff dessen, was gedacht und wie es gedacht wird, von demgrößten Einflüsse ist, gilt dieses noch viel mehr. „Gott ist",dieser^ Gedanke bleibt. Zugegeben; aber in jeden: Menschen istdieser Gedanke, wo er nämlich wirkliche Vorstellung, d. h. mehrals ein bloßes Wort ist, ein anderer, in jeden: Lebensjahre einanderer, in jeden: Geschichtsabschnitt eii: anderer. Ändert sich ineinem Menschen ein Gedanke, so ändert sich auch die Wirkung