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sich selbst — mit oder ohne Unterstützung anderer. Diese Unter-stützung ist die absichtliche Erziehung.
Entspricht sie dem Streben der Natur, so ist sie natür-lich, gut; widerspricht sie ihm, so ist sie unnatürlich,schlecht.
Das Werden des Menschen ist daher von dem Wesen undder Stärke der Grnndtriebe und von der Art und der Kraftder Unterstützung, die ihr (unabsichtlich oder absichtlich) wird, ab-hängig.
Hier entstehen vier Möglichkeiten:a. gute Triebe und gute Einwirkung, Erziehung, Unterricht;t>. gute Triebe, aber schlechte Einwirkung;o. schlechte Triebe, aber gute Einwirkung;ä. schlechte Triebe und schlechte Einwirkung.
Diese einfache Ausstellung stellt uns vor einen Weltstreit;je nachdem man ihn schlichtet, scheiden sich die Wege der Erzieher.
Jeder von ihnen will gute Einwirkung; aber welches istdie gute?
Die den Trieben der Menschennatur entsprechende? oder dieihnen widerstreitende? in letzterem Falle die totale, oder partiale?in dem letzten Falle wieder: wie weit?-
Die Antwort auf diese Fragen richtet sich nach der Beant-wortung der (alten) Streitfrage:
Sind die Triebe des Menschen gut, oder sind sie schlecht?In letzterem Falle: sind sie es total oder partial, inwiefern undinwieweit?
Die, welche das erste bejaheil, aus Überzeugung bejahen,können oder müssen, sind (theoretisch) die glücklicheil, weil ihreAnsicht einfache Konsequenz erlaubt und keine anderen, schwierigenFragen entsteheil. Die, welche sie verneinen, weil sie das Gegen-teil bejahen, erhalten die schwierige Aufgabe, das Inwiefernund Inwieweit anzugeben. Hier entsteht die Möglichkeit un-endlich verschiedener Ansichten, ein Meer van Meinungen. Keinezwei Individuen sind ganz einig. Einig sind nur die, welche sichfür eins von den zweien erklären: gilt, ganz gut, oder: ganzschlecht, radikal böse. Jene werden und müssen die Ein-wirkungen (Erziehung) gut nennen, welche den Triebeil oder