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dieses edlen Wesens verherrlicht. Verlieren wir nur nicht denGlauben an das Ideale im Mensche» und im Leben!
„Wenn dich" — sagt Bettine von Arniin — eine höhere Vor-stellung durchdringt, so zweifle nicht, daß dies die wahre sei; denn alle sindgeboren zum Ideal, und wo du es ahnest, da kannst du es auch in ihmzur Erscheinung bringen, denn er hat gewiß auch die Anlage dazu. Werdas Ideal leugnete in sich, der könnte es auch nicht verstehen in andern,selbst wenn cs vollkommen ausgesprochen wäre. Wer das Ideal erkanntein andern, dem blüht es auf, selbst wenn jener es nicht in sich ahnet."
Und ein Wort von Jmmermann: „Das ist eben der wunderbare
Segen der Gegenwart, daß niemand untergehen kann, der sich mit rüstigemArm und mit beherzter Brust in ihre Fluten wirft. Erlischt hier ein Licht,so flammt es da wieder auf; die unendliche Mannigfaltigkeit der Mittel,Gedanken, Anregungen macht jede welkende Hoffnung zu einem Phönix, dersich zwar bestattet, der aber aus der Feuerprobe immer wieder auflebt." —
Wie lehr- und trostreich ist die ganze Erscheinung, dasSchicksal unsers Ehepaares oder jener drei für Lehrer- undLehrerinnen! Ihrem Nachdenken, ihren Empfindungen will ichnicht vorgreifen, ich spreche daher nur ein einziges von dem aus,was i ch denke: Verzage nicht, Lehrer, wenn auch dich Zeiten derVerkennung, der Anfeindung, der Verachtung, des Unglücks treffen— bleibe, wenn dich scheinbar alles verläßt, nur dir selbst ge-treu! „In deiner Brust sind deines Schicksals Sterne!" Undder alte, treue Gott, er lebt noch, er stirbt nicht. Den Ed elftenunsers Geschlechts ist cs meist schlecht ans der dunklen, trübenErde ergangen: wie können wir, die wir doch nicht zu denEdelsten gehören, ein besseres Los verlangen, denn sie? —
„Der kann sich manchen Wunsch gewähren,
Der kalt sich selbst und seinem Willen lebt;
Allein, wer andre wohl zu leiten strebt,
Muß fähig sein, viel zu entbehren." . Goethe.
Doch mit diesem Gedanken — ich halte ihn jedoch mehrfür einen erhebenden, als für niederschlagend — wollen wir unsereBetrachtungen nicht schließen. Der heutige Tag ist ein Tag desDankes und der Freude, des Dankes gegen Gott, daß er unsPestalozzi gegeben, der Freude, daß wir seiner Schöpfungenteilhaftig geworden, daß die heiligen Güter der Menschheit, Er-ziehung und Bildung, durch ihn gewonnen haben, daß auch wir