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ins Leben zu rufen. Dank und Ehre Heinrich Pestalozzi vonseiten der Frauen! Er hat sie verdient.
Er hat sie verdient durch sein eheliches Verhältnis, durchseine Anna, und diese selbst hat sie verdient. Leider hat bis zudieser Stunde das Verhältnis Pestalozzis zu seiner Gattin nochkeine genügende Darstellung gefnnden. Es müßte sehr inter-essant werden. Denn alle, welche ihn und sie zusammen zu sehendas Glück gehabt haben <ich beziehe mich ans mündliche Mit-teilungen von de Laspöe, v. Türk, Blochmann und Mu-ralt), alle, welche in ihre Nähe gekommen sind, versichern, dentiefen Eindruck eines innigen Verhältnisses und in ihr die An-schauung der wahrhaft weiblichen Größe, auch darin bestehend,daß sie einen Mann wie Pestalozzi aufznfasse» und zu nehmenmußte, gewonnen zu haben. Denn er war einer von denen,welche, weil sic instinktartig durch ihre Natur in eine bestimmteRichtung hineingenötigt werden, „genommen" werden müssen.Schon die Art und Weise, wie die Äußerungen des jungen,äußerlich sehr häßlichen und sich in allein Äußeren vernach-lässigenden Mannes (sie dagegen war jung, reich und schön»aufnahm, charakterisiert sie. — Nach Kalis chs Erzählung schrieber ihr:
„Von all dein Unziemlichen, das sich in meinem Äußeren und in meinerkörperlichen Haltung vorfindet, will ich nicht einmal reden. Jedermann weiß,wie viel ich dessen an mir habe. Man tadelt an mir ein ungebührlichesHin- und Herlaufen; es ist wahr, überall giebt es Leute, die meine Bekanntensind, oder Gegenstände, die mich, wenn ich sie sehe, ausschließlich beschäftigen;allein, wenn ich mich da aufhalte, so geschieht es aus gutem Willen, etwaszn nützen. — Die Zeit, überall Freunde zu haben, ist für mich vorüber;dennoch bedaure ich nicht, daß sie einmal für mich dngewesen ist und ichihr mich hingegeben habe; ich lernte meine Mitbürger kennen, ich werde mirdas zu Stutze machen. — Gesund und kräftig bin ich; aber ich täusche michnicht, wenn ich voraussetze, daß mich ernste und mühevolle Lebensschicksaletreffen werden. Unerwartete Zufälle können mir leicht die Freude und Ruhedes Gemütes rauben; ich sehe das Unglück des Vaterlandes undmeiner Freunde immer wie mein eigenes an, und um dasVaterland zu retten, kann ich Weib und Kind darob vergessen.
— Jetzt wissen Sie, wie stark und wie schwach ich bin. Entscheiden Sie nun!
— Ich bin zwar, wie Sie wissen, leicht von unangenehmen Gefühle» außermir selbst gebracht; sollten Sie aber für besser halten, mich abzuweisen, so