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Welt, in allen Erdteilen kennt man den Namen HeinrichPestalozzi, nnd jedermann — keiner, wenigstens kein Menschen-freund ausgenommen — nennt ihn mit Ehrfurcht, mit Liebeund mit Dank.
Also auch wir, meine Geehrten. Die Gefühle des Dankesnnd der Liebe, der Verehrung und der Pietät, haben uns hiervereinigt.
Es ist eine s chöne Vereinigung. „Ich kenne nichts Schöneresauf der ganzen Welt, als sich einem gefeierten Lehrer mit ganzem,jugendlichem Enthusiasmus weihen" — sagt eine natnrfrische,geistesklare, tiefwahre Frau, Bettiue von Arnim.
Es ist eine seltne Vereinigung, so selten wie die Veranlassungdazu, man kann sie fast einzig in ihrer Art nennen. Unsre Stadtsah eine solche noch nicht.
Mit Recht fragen wir uns selbst: Haben wir Ursache zudieser seltnen, schönen und herrlichen Feier? Ich nenne sie herr-lich; denn Gedankenmitteilnng, gegenseitige Anregung, Ver-einigung der Menschen in Dankbarkeit und Verehrung gegen dieGenien der Menschheit gehört zu dem Herrlichsten, was die Erdezu bieten hat. Aber, ist Grund, realer, objektiver Grund vor-handen zu einer so außerordentlichen, ungewöhnlichen — zwarnicht glänzenden (sie würde unserem Genius und uns selbstnicht geziemen) — aber innerlich bewegten Feier?
Um diese Frage zu beantworten, müßte ich ihnen den Mannschildern, dein es gilt. Es wäre ein weitläufiges, ich denke nndhoffe: es ist ein überflüssiges Unternehmen. Sie kennen ihn!Denn diese Kenntnis führt sie hierher. Einer Biographie HeinrichPestalozzis bedarf es nicht. Statt ihn zu schildern, will ichandenten, was er gewollt, was er geleistet, was er gethan hat,was er uns geworden ist, was er im allgemeinen der Welt,was er insonderheit den Frauen geleistet hat, warum dieWelt ihn feiert, warum die Frauen. Speziell des letzteren be-dürfte es nicht, um die Frauen zur lebendigen Teilnahme an derallgemeinen Feier zu veranlassen. Die Frauen bilden die halbeMenschheit; was alle beglückt nnd fördert, fördert nnd beglücktauch sie; und ich teile nicht die beschränkte Ansicht derer, welche