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und Dank den festlichen Tag. Nach Kräften wollen wir ihnwürdig begehen, nicht nur, m» ihn selbst mit denkwürdigemInhalt zn erfüllen, sondern auch, um, wenn auch er zur Ver-gangenheit gehört, bei der Rückerinnernng mit belebenden Ge-danken und Empfindungen durchdrungen zu werden. Einer hocherhabenen Warte möge er gleichen, auf der noch in weiter —weiter Ferne sehnsuchtsvoll unser Blick ruht! —
Ein Jahrhundert ist verflossen, seit Heinrich Pestalozzidas Licht der Welt erblickte. Er wurde am 12. Januar 1746in Zürich geboren, in jener Stadt, welche den Reisenden mitwunderbaren: Zauber fesselt. Er war das Kind eines Hand-werkers, eines Chirurgen. Die Vorsehung hat in allen ver-flossenen Jahrtausenden das Erhabenste und Herrlichste aus nied-rige:: Hütten hervorgehen lassen. Heute vor 100 Jahren warunserm Kinde, wie der Dichter sagt, „die Wiege noch eine Welt",und auch ihn: wurde, als er zum Manne geworden, „zu eng dieunendliche Welt". Von: Himmel ist es gekommen, zun: Himmelist es zurückgekehrt. Letzteres geschah 81 Jahre später, an:17. Februar 1827. Mit gebrochener Kraft, Verzweiflung in:Herzen, starb der lebensmüde Greis. Was lag zwischen jenen:Anfänge und diesen: Ende? Eine Welt, eine kleine Welt — inden: Einzelnen spiegelt sich das Ganze, in: Wassertropfen dasUniversum, in dem Wesen und in den Geschicken des einzelnenSterblichen der Charakter der Gattung und des ganzen Geschlechts.Denken und handeln, streben und versuchen, beten und arbeiten,irren und fehlen, ein Meer von Gedanken und Bestrebungen, aberauch ein Meer von Thränen, ein Paradies voller Wonne, aberauch Qualen der Hölle, „himmelhoch jauchzen und zum Todebetrübt" — es ist des Sterblichen Geschick, und war beides, be-sonders aber das letztere, in erhöhten: Maße das Los des Kindes,dessen Geburt wir heute feiern. Wunderbar ist die Welt, meineGeehrten; nicht nur dem Kinde erscheint sie in bunter Wunder-barkeit, auch dem besonnenen, denkenden Erwachsenen. Ist esnicht stannenswürdig, wenn wir bedenken: der Name jenes Kindeswar heute vor 100 Jahren nur den Angehörige:: des Hauses,nur Vater, Mutter und Magd bekannt — heute nennt ihn die