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man den Verstand, tötet das augenblickliche und untergräbt dasim reiferen Alter entstehende Interesse der Kinder an dem dog-matischen Inhalt des Religionsunterrichts? Dadurch, daß mansie Worte nachsprechen läßt, deren Inhalt keine Erfahrung, keineAnschauung zu Grund liegt.
Wir müssen weiter. Die Pestalozzische Methode istdrittens anregend, zur Thätigkeit, zur Selbstthätigkeit an-leitend und bestimmend. „Das Beleben ist Genie." (Bettine.)
Der erzogene Mensch ist das Produkt zweier Faktoren: derihm anerschaffenen Natur und der Einwirkung von außen. Dajene gegeben ist, so kommt es auf diese an. Der junge Menschwill sich entwickeln, entfalten, wachsen nach organischen Gesetzen.Dazu bedarf es der Erregung. Auf solche legt es die Pesta-lozzische Methode an. Natürlich geht die Erregung von demLehrer aus. Aber er übt nur diese Thätigkeit, um die
schlummernde in dem Schüler zu wecken. Je weniger der Lehrerzu thun hat und thut, wenn doch das Rechte geschieht, dieSchüler in lebendiger Thätigkeit beharren, desto höher steht dieSchule. Nur durch selbsteigene Thätigkeit aus dem Innernheraus gelangt der Mensch zur Selbständigkeit und Selbstbe-stimmung. Was für ein Segen kommt allein dadurch über einenMenschen, wenn er in jungen Jahren die Arbeit lieben, in der Arbeit,in der freien Thätigkeit Genuß finden lernt! Kommt in unsereSchulen, und seht, ob es so ist! Kein Fremder verläßt solche Räume,ohne „ein menschliches Rühren" zu verspüren. Denn er fühlt:So werden Menschen, Bürger. Durch Arbeit und die Be-fähigung zur Arbeit wird man zum Mitgliede des bürgerlichenVereins. Der Mensch muß sich sein Leben erarbeiten, muß sichselbst herausarbeiten. Durch die Arbeit wird die Menschen-welt geschaffen; „hier ergiebt sich erst der Mensch," sagt Hegel.Das Tier wird, was es ist und wird, kein Tier arbeitet; derMensch macht sich zu dem, was er ist und wird, er ist seineigner Schöpfer. Es gab eine Zeit, wo man meinte, Nichtsthunsei Vornehmigkeit; jetzt weiß es jeder, daß den König wie denBürger nicht bloß die Würde, sondern der Hände Fleiß ehrt.Darum üben wir in den Schulen den Kopf, die Hände und die
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