Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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der mehr als ein Sandkorn herangebracht, der das Fundamentzu einem würdigen Bau des Tempels der Bildung und Gesittungaufgeführt hat. Wir feiern daher eine der würdigsten, edelstenErscheinungen. Soll ich Ihnen, hochgeehrte Anwesende, dieselbebeschreiben, sie im Detail nach ihrem Ursprung, ihren: Wachs-tum, ihren Schicksale,:, ihrem Ziele vorführen? Es wäre, mitBerücksichtigung der Zeit, ein unmögliches, es ist ein überflüssigesGeschäft. Wen man feiert, den kennt inan. Wir bringen dieaus der Anerkennung seiner hervorgehende Schätzung, die Ver-ehrung des Mannes und seines Strebens, zu der Festfeier mit.Was wäre damit gewonnen, wenn ich ihnen sagte, daß HeinrichPestalozzi den 12. Januar 1746 in Zürich geboren, gleich demGottessohn des Zimmermanns einen: Handwerker (einen, Chirurgen)in niedriger Hütte geboren, daß er von einer Mutter erzogen,die Schule besucht und wie er sich darin verhalten, Theologieund Rechtswissenschaft studiert, dann ein Weib genommen, hieraufeine landwirtschaftliche Anstalt für Arinenkiuder errichtet, beidiesen: Versuche sein Vermögen eingebüßt, dann in die Irre ge-raten, während dieser Zeit Volksschriften geschrieben, die Rechtedes Volks gegen aristokratischen Übermut verteidigt, uach Schick-salen und Drangsalen mancherlei Art ein Schulmeister geworden,1798 achtzig Bettelkinder in Stanz um sich versammelt, nachherals Unterlehrer fungiert, dann eine selbständige Anstalt ge-gründet, dieselbe von Burgdorf nach München-Buchsee, späternach Iverdun in: Kanton Waadt verpflanzt, daß dieselbe zugroßem Ruh,,: gelangt, endlich, nach vergeblichen Versuchen eineArmenanstalt bleibend zu begründen, zu Grund gegangen, daßzuletzt Pestalozzi, vermeintlich nach einem gänzlich verfehltenLeben, den 17. Februar 1827 gestorben sei was könnte esnützen, wenn ich Ihnen dieses und anderes, was damit zusammen-hängt, heute erzählen wollte? Es ist ein unnütz Geschäft, weilder Inhalt aus vielen Büchern zu entnehmen, weil diese Gegen-stände auch von uns heute vor einem Jahre behandelt wordensind. Und doch kann heute nur von ihn: die Rede sein.

Nachdem wir erkannt und erfahren haben, was er war undwas er wollte, ist in uns, nicht erst vor einen: Jahre, sondern