Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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XVI.

Was wollte Weltalozzi, was wollen wir?

Rede

bei der Männerfeier des

1«0 jährigen Geburtstages Pestalozzis.

Pestalozzi ist nicht der Name, den maneinmal feiert und dann vergißt; derwahre Lehrer und der wahre Volksfreundfeiert ihn immer."

D iesterweg.

Erziehen und Bilden ist ein heiliger Berns Erziehen,Bilden und Unterrichten ist ein göttliches Geschäft. Heilig istnach Schiller jedes Streben nach einer Idee, welches als solchesüber jede Erfahrung, jede Beschränkung, jede Berechnung hinaus-reicht. In diesem Sinne muß die Bemühung: Religion, Wissen-schaft und Kunst zu gestalten und zu fördern, eine heilige, undder Gedanke, die ihnen dienenden Institute, die Kirche, die Schuleund den Staat zu konstituiereil, ein göttlicher genannt werden.

Wir Lehrer, der Stamm und die Mehrzahl unserer heutigenVereinigung, stehen im Dienste dieses göttlichen und heiligenBerufes. Jeder von uns hat die Aufgabe, ein Sandkorn hinzu-zutragen zum Berg der Ewigkeit. Die Idee dieses Berufes oderRufes, der an uns ergangen, treibt uns heute zusammen. Esgilt: eineil Mann, sein Leben, Denken und Strebeil zu feiern.