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aller und jeder Wahrheit, undenkbar ist, und daß die Bildungsmittel zurwahren Liebe und zum wahren Glauben mit den Bildungsmitteln zur Er-kenntnis aller Wahrheit und zur Liebe aller Wahrheit im innigsten Zu-sammenhänge stehen. Sowie ohne die segensvolle Kraft der Liebe unddes Glaubens keine Harmonie unserer Kräfte, kein innerer Friede wedermit mir selbst, noch mit meinem Geschlechts denkbar ist, so ist auch ohne solideSorgfalt für die Ausbildung des Menschengeschechts zur Erkenntnis derWahrheit, d. i. ohne ernste Sorgfalt zur soliden Entfaltung seiner intellek-tuellen Kräfte, sowohl in sittlicher und religiöser, als in häuslicher undbürgerlicher Hinsicht, kein wahres Gleichgewicht und sogar keine wahre Näherungzum Gleichgewichte der menschlichen Kräfte, und also auch keine wahre,Segen und Befriedigung bringende Gemeinkraft der Menschennatur denkbar.Diese geht durchaus nicht aus einer einseitigen Ausbildung einer einzelnenmenschlichen Kraft, sie geht, den Gegenstand menschlicher Weise ins Augegefaßt, aus der gegenseitig gleich sorgfältigen Entfaltung aller Kräfte her-vor. Sowie es unwidersprechlich ist, daß sie nicht aus Lieblosigkeit undUnglauben hervorgeht, so ist es ebenso gewiß, daß sie nicht aus Ge-dankenlosigkeit, Dummheit, Geistesleere und Geistesschwäche entspringt. Icherkenne zwar ganz, daß Lieblosigkeit und Unglaube, diese unseligen Kinderder in unfern Tagen unnatürlich belebten, sinnlichen Selbstsucht, das schreck-liche Unglück unserer Tage hervorgebracht haben. Aber ich erkenne dabeiebensowohl, daß diese Lieblosigkeit und dieser Unglaube auch die erstenFundamente einer wahren, segenbringenden Denk- und Berufskraft in unsererMitte und die wesentlichen Fundamente derselben, die im reinen häuslichenLeben und in dem ihm beiwohnenden, reinen Vater-, Mutter- und Kinder-sinn liegen, in einem hohen Grade abgeschwächt und vielseitig beinahe ihrerZernichtung nahe gebracht haben. Der wahre Glaube, der, wie die wahreGottesfurcht, die göttlichen Segensverheißungen des gegenwärtigen wie deskünftigen Lebens besitzt, fordert für alle Stände die Ausbildung der Denk-und Kunstkraft, die zur Sicherstellung der Segensgenießungen unserer häus-lichen und bürgerlichen Verhältnisse, d. i. zum echten Dienst unseres öffent-lichen und Privatlebens, notwendig sind. Wir dürfen uns den Zusammen-hang des Bedürfnisses der menschlichen Sorgfalt für die Ausbildung unsererGeistes- und Kunstkräfts mit demjenigen der heiligen Sorgfalt für die Aus-bildung des Glaubens und der Liebe auf keine Weise aus den Augen rückenlasse»; und wir können es uns nicht verhehlen: was immer in unsererMitte die Kraft des Vater-, Mutter-, Bruder- und Schwestersinns imhäuslichen Leben untergräbt und zernichtet, das wirkt auf die Zerstörungder Fundamente des wahren Glaubens und der wahren Liebe, ebenso wiees auf die Zerstörung der wahren Fundamente der Denk- und Berufskräfteund der Segensgenießungen der häuslichen und bürgerlichen Verhältnissedes Menschengeschlechts verheerend einwirkt. Die Hilfe gegen die Übel,unter denen das gute Herz aller Stände diesfalls gegenwärtig leidet, kann
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