Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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Kenntniskram, gegen Bücherweisheit und äußerliche Gelehrsam-keit. Was kann die Welt in dieser Beziehung nicht noch vonihm lernen! Man muß es sagen: Alan hat kaum ange-fangen, den großen Mann zu begreifen, geschweigeihn völlig auszubeuten.

Er war und wollte ein Elementarlehrer sein. Er wollteden Grund legen zu jeder wahren Bildung. Er unterscheidetaufs strengste die Mittel zur Ausbildung derAnlagen von derAnwendung und Benutzung derselben auf die Erlernung posi-tiver Kenntnisse, sowie von der Anwendung im Leben. Anhundert Stellen polemisiert er gegen das Herkommen, in denersten Perioden der Entwickelung die Kräfte des Menschen durchKenntnisse und Anwendungsmittel bilden zu wollen; das sei dieumgekehrte Naturordnung, ist sein Refrain. Erst Entwickelungund Stärkung der Elementarkräfte, dann Anwendung derselbenauf positive Kenntnisse und das Leben. Aber alles in Einheitund Harmonie der Anlagen und Kräfte des Menschen unter sichund im Einklänge mit der Lage und den Verhältnissen deseinzelnen Menschen, sowie im Einklänge aller Erziehungs- undBildungsmittel für den einen, großen, letzten Zweck der Ent-wickelung desgöttlich gegebenen Grundes" im Menschen, zurGestaltung des Göttlichen im Menschen. Wer da meinen sollte,Pestalozzi habe Erziehungs- und Unterrichtsmittel voneinander ge-trennt, oder vorzugsweise auf letztere einen überwiegenden Wertgelegt er kennt ihn nicht. Was ich jetzt von ihm sage undüberhaupt von ihm gesagt habe, möchte ich gern überall mitStellen aus seinen Schriften belegen an unübertrefflichen sindsie fast überreich aber die Zeit und die Rücksicht auf dasMaß Ihrer Geduld, die ich gewiß schon auf eine harte Probestelle (ich strebe mehr danach, zur Belehrung einiger beizutragen,als zu unterhalten), verbieten es. Aber zur Probe muß ich docheine hierher gehörige, abschließende Stelle (aus seinemSchwanen-gesang", dem 13. Bande seiner Werke, S. 157 ff.) wörtlich an-führen :

Dabei aber darf durchaus nicht vergessen werden, daß wahrer Glaubeund wahre Liebe, ohne allgemeine Liebe zur Wahrheit, d. i. ohne Liebe zu