Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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Menschen aus seiner Sphäre herausreißendem, auf der andernSeite schlechthin hohlem, den Menschen vom Thun abziehendem,zu grundverderblicher Maulbraucherei veranlassendem Unterrichtab. Demnach ging sein Bestreben dahin, für das zu erziehendeKind die seiner Natur entsprechende, die Natur befriedigendeund beglückende Einheit im Hause und in der Schule herzustellen.Den Unterricht zu vereinfachen, war schon zu Anfang aufdemNeuhof" sein Augenmerk und war es noch dein 81jährigenGreise. Die daher diesen Zweck auch für eine wichtige Aufgabeder Gegenwart erachten, haben an Pestalozzi ihren Mann. Aberder Unterricht war ihm nirgends erstes und höchstes, nur die Er-ziehung; aber aller Unterricht war ihn: Erziehung. Nicht dieSchule, nicht das Leben, sondern das Haus, die Wohnstube er-schien ihm als das Paradies des Lebens. Die Eltern, namentlichdie Mütter zu befähigen, die Eigenschaften, durch welche derMensch Mensch wird, d. h. das edelste Geschöpf der Erde,den Kindern anzueignen, das war derTraum seines Lebens",zuoberst und überall den Glauben, das Vertrauen, die Liebe unddie Treue des Kindes zu ihr selbst, dann zum Vater und zuden Geschwistern, dann zu den Menschen und zu Gott. Ermeinte immer, wie man doch von einem Kinde erwarten könne,Gott zu lieben, das nicht gelernt habe, die Menschen, nichtVater und Mutter zu lieben! Außerdem wollte er die Mutterbefähigen, die Geistesbildung des Kindes an den Gegenständenihrer Umgebung zu fundieren. Wirkliche Anschauung, unmittel-bares Wahrnehmen der Zustände und Ereignisse, Darstellung desWahrgenommenen durch das Wort; elementare Entwickelung derDenkkraft durch die Anfänge des Zählens und Messens; Sorgefür die körperliche wie geistige Entwickelung. Über Salz-manns Thürschwelle in Schnepfenthal stehen die Buchstaben:M. v. M. Denken, Dulden und Handeln Pesta-lozzi würde über die seinige gesetzt haben: U. I). Beten,

Denken und Arbeiten, alles von frühester Jugend an, dasLeben hindurch. Auch hielt er bei aller Vorliebe für Gewandt-heit im Sprechen, namentlich in sittlichen und religiöseil Dingen,sehr viel auf das Schw eigen.Die wahre sittliche Elementar-