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er sich von seinem Leben in Stanz und Bnrgdorf an bis zumheutigen Tage, dort besonders von den Weibern calvinischer Ge-meinden, hier durch neumodischfromme Glaubenseiferer (unterdenen sich leider auch einer seiner vertrautesten Schüler befindet,dessen Gebaren in dieser Beziehung man nur als eineunerwartete und fast unerklärliche Zurückgekommenheit be-dauern kann), ein Heer von Feinden und Widersachern zugezogen.Gegen die Vernünftigkeit der Pestalozzischen Methodik haben sieaber nicht das Geringste vermocht. Wer in Pestalozzi einenMangel an wahrer, lebendigmachender, durchglühender Religiositätvermutet, dem muß man nicht bloß alle Menschenkenntnis —denn was hält denn einen Mann, der das erlebt, was Pestalozzierlebt hat, aufrecht? — sondern auch jede Kenntnis der Persön-lichkeit Pestalozzis absprechen. Man braucht es nicht zu erfahren,wie er seine Zöglinge auch an religiöse Übungen gewöhnte u. s. w.;inan braucht nur einen einzigen Aufsatz von ihm zu lesen (dieSchriften eines Mannes sind der Mann, wie er leibt und lebt,besonders die eines Pestalozzi), und man weiß, daß man hiereinen von den höchsten Dingen durch und durch begeisterten, fürdas Wohl der Menschheit stets sich freudig aufopfernden Alaun,einen „Main: nach dem Herzen Gottes" vor sich hat. Blochte erseine eigenen Meinungen über dieses oder jenes Dogma hegen— wenn irgend einer, nicht: Religion hatte, sondern Religionwar, so war Pestalozzi — Religion, echte, wahre Religiosi-tät. Er erkannte in der Menschennatur drei Elemeute: einsinnliches, ein eigentlich menschliches, ein göttliches. Letzterem,der göttlichen Kraft im Menschen, das Übergewicht über dieandern zu verschaffe,:, sah er als die Blüte uud Krone derAufgaben seines Lebens an. Unwandelbares Vertrauen auf diegöttliche Kraft im Menschen begleitete ihn durch alle Schicksaleseines Lebens. Und er selbst, dieser göttliche Mensch, ist einBeweis der Wahrheit und Richtigkeit seiner Überzeugung. —Daß man unter seinen Elementarunterrichtsmitteln den kon-fessionellen Religionsunterricht vermißt, kann niemandWunder nehmen. Er suchte die Bildungsmethode für alle Drte,alle Zeiten, alle Geschlechter der Menschen. Und so suchte er