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2 (1890)
Entstehung
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welche Erkenntnisse allen andern zu Grunde liegen, welche wederan Zeit noch an Ort gebunden, welche Eigenschaften allenNaturobjekten gemeinsam seien, und wie die Natur verfahre, umdein Menschen unmittelbar wahre Erkenntnisse zu verschaffen.Durch die Beantwortung dieser Fragen fand er seine Elemen-tarlehrgegenstände und das Prinzip seiner Methode. Es bedarfkeiner Auseinandersetzung, daß Pestalozzi nur allmählich überdiese Fragen und ihren Inhalt sich klar wurde. Aber dies be-bedarf der Erwähnung, daß er sich selbst in Verhältnisse ver-setzte. die ihn: die Lösung der Fragen zu versprechen schienen.Daß er dieselbe nicht aus Büchern schöpfen wollte, versteht sichvon selbst. Er selbst gesteht, daß er, als er seine Versuche be-gann, seit vielen Jahren kein Buch gelesen habe. Er, derAlaun der Natur, wandte sich an die Natur, unter 30 Bettel-kindern in Stanz, nachher in Burgdorf. In beiden Ortenmachte er die Entdeckungen, durch die er ein Schulreformatorgeworden ist.

Die Natur belehrt den Menschen, indem sie ihm die Gegen-stände vorführt. Gott führte nach alter Erzählung Pestalozzierinnert an irgend einer Stelle daran dem Menschen dieTiere vor, daß er sähe, wie er sie uennete, und wie er sieuennete, so sollten sie heißen. Diese und ähnliche Betrachtungs-weisen leiteten Pestalozzi auf sein weltberühmt gewordenesPrinzip d er An schauung, des unmittelbaren Vernehmens durchdie Sinne u. s. w., lind auf die Verbindung der Namen oderder Sprache überhaupt mit den Sachen, mit den unmittelbarsinnlich gewonnenen Anschauungen. Pestalozzi stellte daher alsGrundsatz auf: Alle wahren Kenntnisse und Erkennt-nisse ruhen auf Anschauung, gehen entweder unmittelbar ausAnschauung hervor, oder haben einen anschaulichen Hintergrund.Der Mensch muß zun: Sehen und Hören, kurz zum selbsteigenenVernehmen der Dinge nnd Zustände um ihn her angeleitet, undmit den Wahrnehmungen muß die mündliche Darstellung desWahrgenommenen verbunden werden. Eines der allgemeineilElementarbilduugsmittel ist die Sprache (versteht sich die Mutter-sprache). Sprache, unmittelbar und überall verbunden mit derSache, mit der Anschauung wirklicher Dinge und Zustände;

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