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der Liebe geweckt waren. Hier haben Sie, meine Herren, eineProbe von der Pestalozzischen Methode: Weckung, Belebung,Stärkung der Kräfte, dann Anwendung und Benützung der-selben.
„Das sehe ich bald (Wie Gertrud ihre Kinder lehrt, S. 258.) die Ge-fühle der Liebe, des Vertrauens, des Dankes und die Fertigkeiten des Ge-horsams müssen in mir entwickelt sein, ehe ich sie auf Gott anwenden kann.Ich muß Menschen lieben, ich muß Menschen trauen, ich muß Menschendanken, ich muß Menschen gehorsamen, ehe ich mich dahin erheben kann,Gott zu lieben, Gott zu danken, Gott zu vertrauen und Gott zu gehorsamen:„„denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie will der seinenVater im Himmel lieben, den er nicht sieht?""
Wie Pestalozzi das alles ansieht und darstellt, es ist er-haben, es ist groß. Kein Mensch kann es ihm mit bewußterWillkür nachthun, niemand kann das sich anlehren. Es gehörtein Pestalozzisches Gemüt, Pestalozzis Anschauungskraft, Pesta-lozzis Tiefsinn, Pestalozzis Heilighaltung der Natur dazu. —
Warum ich mich in diese kurze Schilderung eingelassen,liegt auf flacher Hand, sie lag aus meinem Wege. Sie veran-schaulicht das Pestalozzische Erziehuugsprinzip: Anschließen andie Natur, Benutzung natürlicher Verhältnisse und Kräfte —Entwickelung elementarer Kräfte durch wirkliches Leben und Erleben.Ich muß davon abbrechen — es thut mir leid, ich habe die be-treffenden Schilderungen Pestalozzis nie ohne Erregung undBelehrung gelesen, ich glaube auch nicht, daß jemand den Geist,den Pestalozzi in sie gelegt hat, jemals ausschöpfen wird —aber ich muß in der Betrachtung sortschreiten.
Kommen wir zum zweiten, zu seinen Elementarunter-richtsmitteln und zur Pestalozzischen Methode.. Derletztere Ausdruck ist der bekannteste geworden, weil er das Äußereist. Aber die Hauptsache in Pestalozzis Wirken ist die Methodemit uichten, wenn sie auch unser Unterrichtswesen total umge-staltet hat oder total hätte umgestalten können und — sollen.
Um die universalen Unterrichtsmittel zur Anbahnung ele-mentarer Kräfte oder zur Grundlegung der Intelligenz — ob-gleich es darauf allein nicht abgesehen war; auch nach Pestalozziwar alles in allem, d. h. durch alles sollte der Mensch ver-edelt werden — zu finden, legte Pestalozzi sich die Fragen vor: