XV.
Pestalozzis
Erziehmigs- und Bildungsprinzip.
D a r g e st e l l t
mn Tage der Feier seines lOOsten Geburtstages in Berlinam 12. Januar 1845.
Das heutige Fest feiert die Menschheit; wir feiern einFest der Menschheit. Das Herz des Mannes, dem es heute gilt,schlug für sie, für unser ganzes Geschlecht auf dem weiten Erden-rund. Wer dasselbe im Herzen trägt, den trägt es wieder imHerzen. Es giebt solcher Tausende und Abertausende, giebt ihrerviel mehr, als der isolierte, sich isolierende Mensch ahnt, glaubtoder weiß. Nur der, welcher an die Menschheit glaubt, diesenbeseligenden Glauben sich bewahrt hat, der weiß es. Pesta-lozzi glaubte an sie, er lebte für sie, er wirkte für sie; darumträgt sie sein Andenken in warmem Herzen. Die Menschheitfeiert heute ein Fest. —
Deutschland feiert ein Fest. Die Schweiz, die eigentliche,echte, wahre Schweiz, die Schweiz, in welcher deutsche Sprache,deutsche Sitten und deutsche Tugenden zu Hause sind, ist Deutsch-land, ihre Bewohner sind Deutsche. Nirgends in der Weltwerden oder wurde» häusliche Tugenden höher geschätzt, als unterihnen, und darum gelten dort und hier die Verhältnisse zwischenAlaun und Frau, Eltern und Kindern, Brüdern und Schwestern,und mit ihnen Erziehung und Unterricht für hochwichtige, heiligeAngelegenheiten. Diese Eigenschaften wurzeln im Gemütsleben,