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wo alles Tiefe, Große, Nachhaltige wurzelt. Pestalozzi besaßein deutsches Gemüt, er war eiu deutscher Pädagog. Deutsch-land feiert ein Fest. —
Preußen feiert ein Fest. Was waren dessen Schulen vorhundert und weniger Jahren, was sind sie jetzt? Damals, alsman, wenn eine vakante Schulmeisterstelle besetzt werden sollte,anfragte, ob sich ein altes, invalides Mitglied der Garde zumSchulmeisterdienst „hergeben" wollte, was nicht selten einstimmigverneint worden sein soll! Es ist sehr erklärlich. Was würdejetzt geschehen, wenn man solche Anerbietungen machte? —
Es war in den unglücklichen Jahren nach 1806, als manin der festen, unzweifelhaften Überzeugung, daß n u r d es Vo lkesKraft das Land aus Schmach und Tyrannei zu retten vermöge,nach den Mitteln spähte, des Volkes gesunkene Kraft undEnergie zu stärken. Da blickte man auch sehnsuchtsvoll nach demim Alpenlande aufgegaugeneu pädagogischen Stern. Man holteMänner herbei, die ihr Licht an seinem Lichte entzündet hatte»;man schickte welche hin, um unmittelbar aus der reinen, stär-kenden, belebenden Lichtquelle zu schöpfen. Seitdem hatPreußen ein Volksschulwesen. Preußen feiert an PestalozzisGeburtstage das Fest der Gründung geistweckender Volksschulen. —
Wir, geehrte und liebe Herren, wir sind Menschen, Deutsche,Preußen. In dieser dreifachen Beziehung werden unsere Er-innerungen lebendig, schlägt heute unser Puls. Darum köuntenalle unsere Mitbürger an unserer Feier Anteil nehmen. Aberwir haben noch dringendere Veranlassung, heute nicht dahintenzu bleiben und im Schatten zu sitzen. Wir sind Lehrer,Schulmänner, Pädagogen. Pestalozzi war dasselbe.„Ich will Schulmeister werden," sprach er, nachdem ihm schonmanches mißglückt, als nach der Meinung der Leute sein Schiffbereits wie ein nächstens ganz zerschellendes Wrack auf denWogen des Lebensmeeres dahintrieb. Er ist es bis über sein80. Lebensjahr hinaus geblieben. Und wie ist er es gewesen?Wer Pestalozzi nicht kennt, kennt vom Volksschulwesen, vomechten, wahren, gar nichts, kennt nicht die größte Erscheinung indessen Geschichte. Deutschland heißt das Land der Erziehung;folglich sucht man in ihm tüchtige Erzieher. Und in der That