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zu Grunde, daß sich alle Naturerscheinungen nach natürlichen,wenn auch noch nicht überall erkennbaren oder erkannten Gesetzenereignen. Diesen: Grundsätze haben wir die Naturwissenschaften,die ratio n'a l e Naturlehre zu verdanken. Die Naturbeobachtungbestätigt ihn allenthalben, sowie die Früchte desselben. DerGedanke einer über- oder widernatürlichen Einwirkung auf dieNatur, die Vorstellung einer unnatürlichen Nat u rerschei -nung wird gar nicht zugelassen, weil er ein Monstrum ist. DerMensch kann nur natürlichen Verlauf erkennen und begreifen.Wenn daher wirklich einmal eine unnatürliche, nicht nach den be-kannten Gesetzen der Natur erfolgende Begebenheit sich ereignensollte, so ist dieses von Menschen schlechthin unwahrnehmbar,noch viel weniger denkbar. Alles Wahrgenommene wird nachden natürlichen Gesetzen der Wahrnehmbarkeit wahrgeuommen.— Die rationale Naturlehre ist der physisch-rationaleNaturalismus oder die pllil080pl:ia naturalls. Sein ersterRepräsentant ist Newton.
3. Der Mensch gehört zu den Naturwesen, seinem Körpernach zu der äußern, seinen: Geiste nach zur inner:: Natur. DieErscheinungen, Äußerungen, Thatsachen rc. beider Seiten derMenschennatur geschehe:: nach den ihnen einverleibte::, ihnen im-manenten Gesetzen. Gesetzmäßig ist der Verlauf jedes Naturwesens,jedes erscheinenden Dinges. Das Gegenteil ist nicht denkbar,folglich, wenn es wäre, von: Menschen nicht erfaßbar, für ihnalso nicht da. Das System der Gesetze der inneren Natur istder psychologische oder anthropologische Naturalis-mus, der psychisch-rationale Naturalismus. Dieeigentlichen Psychologen sind seine Repräsentanten, zuerst Kant,jetzt Beneke.
4. Wird die inenschliche Natur in der Beziehung erforscht,ob und inwiefern sie fähig ist, über die Natur (äußere undinnere) hinaus zu gehen, in und aus ihr das Wesen und Waltendes göttlichen Geistes zu erkennen, so heißt das Gesamtresultatdieser Forschung Naturreligion oder religiöser Natura-lismus (auch Rationalismus schlechthin genannt). Wie derNaturalismus überhaupt nur Gesetzmäßigkeit anerkennt, so suchter den Inhalt jeder Religion auf psychologische Gesetze zu re-