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2) Herauskehrung des Edlen und Schönen in demLehrerbernf e.
Es giebt dessen, Gott sei Dank, viel; laßt es uns mis-slichen! Auch der Gedanke: „Ein jeder Stand hat seinenFrieden, ein jeder Stand hat seine Last" trägt zur Be-ruhigung bei.
3) Thätige Teilnahme an den Versuchen, dieLehrerverhältnisse zu bessern, den Lehrer-stand intellektuell, sittlich, pädagogisch undmateriell zu heben.
Daß der Mißmut, der sich linier den Lehrern verbreitenwill, oder leider, schon verbreitet hat, gar keinen realenGrund habe, wagt doch niemand mehr zu behaupten.Nun denn, werte Freunde, von wem ist es nun am erstenzu erwarten und zu fordern, daß er sich rege? Doch von dem,dem die Hilfe werden soll. Oder wollt ihr warten, bis maneuch Schlafenden die Augen öffnet, euch Träumenden die Nacht-mützen voll den Köpfen herunterzieht, euch Lahmen oder Sitzen-den Eisenbahnen unterschiebet? — Oder wollt ihr euch anseigenem Triebe regen und bewegen?
Forschet mit Unbefangenheit, mit Wahrheitsliebe, mit Eifernach den Ursachen, welche ein besseres Gedeihen der öffentlichenErziehung und des öffentlichen Unterrichts und der damit engverknüpften Lehrerverhältnisse verhindern! Was ihr erforscht undgeschaut habt, das teilet andern mit, und versäumet es nicht,wohldurchdachte Vorschläge zur Abhilfe und zur Besserung angeeigneten Orten lind zur rechten Zeit anzubringen! DerTropfen höhlt den festesten Stein aus. —
Ich breche ab. Es giebt zwar noch andere Mittel zur Förderungder guten Sache; aber sie präsentieren sich von selbst dem Nach-denken dessen, der ihr mit Liebe und Ernst nachgeht. Nichts machtscharfsichtiger als die Liebe zu einer Sache, als das Interesse, dasman ail ihr nimmt; nichts macht uns geneigter, uns selbst überdie Sache zu vergesseil. Möchte solches voll Tag zu Tag vonmehreren gesagt werden können! Nicht alles, was die Lehrer be-trifft, ruht in der Lehrer Hand; aber doch recht vieles!