Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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hingewiesen. Später sandte der edle Minister von Alten sie injnnge Männer nach Jferten zu ihrer Ausbildung. Durch diese,durch die zahlreichen Schriften Pestalozzis und seiner Schülerwurde, begünstigt durch die gebieterischen Zeitnmstände, diepreußische, die preußisch-pestalozzische Volksschule ge-schaffen. Dieselbe teilt den Ruhm der deutschen Volks-schule überhaupt. Was sie Gutes, Ausgezeichnetes hat, ver-dankt sie wesentlich keinem andern als Pestalozzi. DieserRuhm soll ihm nicht geschmälert werden. Wo man von seinenGrundsätzen abgewichen ist, da ist man zurückgegangeu. Dienoch übrig bleibenden Fortschritte sind von derEntwickelung seiner Grundsätze abhängig. Denn sietreffen das Wesen der Menschennatur, sind aus ihr geschöpft.Ihre Anwendung hat der deutschen Volksschule einen welt-berühmten Namen erworben. Wer in Frankreich, England,Italien, Spanien, Rußland, Polen, Norwegen und Schweden,Holland und Dänemark, Amerika rc. ausgezeichnete Schulen sehenwill, reist nach Deutschland. Was die Volksschule betrifft, siehat diesen Ruf Pestalozzi zu verdanken. Einsichtsvolle Be-hörden haben seine Schöpfungen benutzt und sich zur Errichtungzweckmäßiger Anstalten für Lehrerbildung u. s. w. anregen lassen.Aber den Anstoß dazu hat zuoberst der edle Schweizer gegeben.Wie von diesem Lande aus sich die Gewässer nach allen Rich-tungen ergießen, so haben sich von da fruchtbare pädagogischeGrundsätze nach allen Ländern, wo ein Fortschritt wahrzunehmen,verbreitet.

Die äußeren Schicksale Pestalozzis waren verschieden. Erhatte glückliche und unglückliche Jahre. Die Zahl der Zöglingeschwankte hin und her. Die Einnahmen reichten aber in derRegel zur Deckung der Unkosten nicht hin. Unglücklicherweisebesaß der in seinen Ideen lebende Mann nicht zugleich dieGabe, ein großes Hauswesen zu leiten. 1815 verlor er seineGattin, 1801 hatte er seinen einzigen Sohn verloren, von deinihm ein Enkel blieb.

Die eigentliche Bestimmung Pestalozzis, welche darin bestand,das Elementarschulwesen umzugestalten und die Erziehung derArmenkinder zu veredeln, wurde wesentlich dadurch verrückt, daß