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wendiggelernte aber muß dem Schüler zum schlechthin unverlier-baren Eigentum angeeignet werden. An der Art der mündlichenDarstellung hat man einen Maßstab für die Beurteilung derKlarheit und Fertigkeit der Anschauungen und der Erkenntnisdes Schülers.
Als Hauptantriebe zum Rechten und Guten sind weder dieFurcht, noch die Strafe, sondern das Wohlwollen und die Liebeanzuwenden.
Die übrigen Folgerungen von Pestalozzis Grundsätzen er-geben sich von selbst. Sollen sie in einen Ausdruck gebrachtwerden, so würde ich „Erziehung zur Selbstthätigkeitdurch anschauliches Erkennen" Pestalozzis intellektuellesBildungsprinzip nennen.
Dasselbe hat das ganze Schulwesen umgestaltet. Die heutige(moderne) Schule ist seine Frucht. Weit gefehlt, daß es in alleSchulen, alle Lehrer, alle Gegenstände eingedrungen wäre; aberdies ist nicht seine Schuld. Die Umgestaltung einer Jahr-hunderte alten Verfassung, die Einlenkung in eine ganz neueRichtung ist nicht das Werk eines Jahres, eines Jahrzehnts,sondern eines oder mehrerer Jahrhunderte. In der Entwickelungeiner Nation, auch des Schulwesens, giebt es Epochen, Still-stände, Knoten, Reaktionen. Aber gottlob, unaufhaltsam ist derFortschritt der Zeit, auch dieser Zeit. Lenken wir den BlickPestalozzi wieder zu.
Beispiellos war der Erfolg von Pestalozzis und seinerJünger Bestrebungen. Nicht bloß die ganze Schweiz, sondernDeutschland, Frankreich, England, die ganze zivilisierte europäischeWelt wurde aufmerksam auf den neuen Stern am pädagogischenHimmel. Aus allen Ländern strömten ihm Zöglinge zu, be-sonders nach Jferten. Eine große Anzahl von Pädagogen pilgertedorthin, um aus der Quelle zu schöpfen. Als die edelsten Männerin Preußen nach 1808 an der Wiedergeburt des unglücklichenLandes arbeiteten, berief König Friedrich Wilhelm derDritte den Pestalozzianer C. A. Zeller nach Königsberg, mitdem Aufträge, die Kraft des Volkes, von der allein die Rettungdes Landes zu erwarten stehe, zu wecken. Früher schon hatte dergroße Mann Fichte durch seine Reden in Berlin aus Pestalozzi