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Das Mittel zur Selbständigkeit und Selbstbestimmung istdie Selbstthätigkeit.
Die praktische Tüchtigkeit ist viel mehr von dem Besitzgeistiger und leiblicher Kraft, als von Kenntnissen abhängig.Hauptaugenmerk in aller Erziehung (die den Unterricht einschließt)bleibt daher die Entwickelung der (formalen) Kraft.
Die Religiosität des Menschen ist weit weniger von demErlernen der Sprüche und des Katechismus, als von der Gemein-schaft des Kindes mit einer gottesfürchtigen Mutter und einemthatkräftigen Vater abhängig. Die religiöse, wie die ganze Er-ziehung muß mit der Geburt des Kindes beginnen; sie liegt vor-zugsweise in den Händen der Mutter.
Die Hanptgegeiistände der (formalen) Kraftbildnng sind„Form, Zahl und Sprache". Die „Idee der Elementarbildung"ist der Gedanke, auf dem in dem Kindesgemüt durch die häus-liche Erziehung (Vater- und Mutterkraft und Geschwistersinn)gelegten Fundamente des Glaubens und der Liebe die Anschäuungs-,die Sprach- und die Denkkraft durch die ebengenannten univer-salen Bildnngsmittel in einer, an die Entwickelnngsgesetze derNatur sich anschließenden Methode z» entfalten.
Dies ist der wesentliche Inhalt des Erziehung^ und Bil-dungsprinzips Pestalozzis. Die Folgerungen ergaben sich vonselbst. Es sind folgende:
Die Wohnstube ist die wichtigste Erziehungsstätte, das „Buchder Mütter" das wichtigste Erziehungsbnch.
Aller Unterricht muß auf unmittelbare Anschauungen ge-gründet werden; der ganze Unterricht ist Anschauungsunterricht;der erste Unterricht in jedem Gegenstände ist nichts anderes,wenn er fruchtbaren, lebendigen) wahren Inhalt haben soll. DasGegenteil ist der (leere und hohle) Wortunterricht. Erst dieSache, dann (womöglich) das Bild, das Zeichen, das Wort.
Der erste Unterricht besteht in Vorzeigen und Nachzeigen,Vorsprechen und Nachsprechen. Nachher ist des Lehrers Haupt-augenmerk, den Schüler zur Selbstthätigkeit zu bestimmen, des-halb vorzugsweise die anregende, entwickelnde, heuristische Lehr-methode anzuwenden.
Nichts Unverständliches darf auswendig gelernt, das Aus-