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sind, und mit diesem über das Wesen und den Umfang dessen,was in Rücksicht auf Volksbildung ebenso möglich als ausführ-bar ist, als es Not thut." Er mar ihnen Vater, Erzieher, Lehrer.Tag und Nacht war er um sie, am Morgen der Erste, am Abendder Letzte. Er aß mit ihnen, schlief mit ihnen, spielte mit ihnen.Schon nach einigen Monaten waren sie so im Guten und in derFreude am Rechten befestigt, daß sie oft des Abends, wenn er beiihrem Zubettgehen gebetet hatte, ihn baten, noch bei ihnen zubleiben und sie noch im Dunkeln zu unterrichten. Zufriedenheitund Glück, der Segen Gottes, ruhte auf dem Hause. Als imJahre 1799 der Flecken Altdorf durch Brand zerstört wurde,sprach Pestalozzi zu seinen Kindern: „Wie wäre es, wenn wiretwa 20 von den obdachlos gewordenen Kindern zu uns nähmen?Zwar müßt ihr euer Brot mit ihnen teilen." — Ja, ja, riefenalle und frohlockten vor Freude.
Aber die Freude dauerte nicht lange. Noch im selben Jahrebesetzten die Franzosen das Land, bemächtigten sich des Gebäudes,mn ein Lazarett hineinzulegen und — Vater Pestalozzi mußteseine Kinder zerstreuen. Seine Gesundheit war durch Sorgen,Kummer und allzugroße Anstrengungen zerstört, er mußte siewieder herzustellen suchen. Kaum war dieses geschehen, so ginger nach Burgdorf und wurde außerhalb der Stadt — Unter-schulmeister ohne Besoldung. Seine neue Lehrweise mißfiel denBauern. Er ließ die Kinder nicht genug den HeidelbergerKatechismus lernen (!), seine Anleitung zum Denken und Sprechenschien ihnen überflüssig. Aber nach acht Monaten erschien dieAufsichtsbehörde in der Schule, und sie erstaunte über die Lei-stungen. Leider hatte sie Pestalozzis Kräfte zu sehr in Anspruchgenommen; nach einein Jahre mußte er gesundheitshalber seineStelle ausgebeu.
Unabänderlich stand nach allen bisherigen Erfahrungen derEntschluß in ihm fest, ein selbständiges Erziehungsinstitut zugründen. 1801 kam es in Burgdorf zustande; es wurde späternach Müncheu-Buchsee bei Bern (neben Hofwyl, wo Fellen-berg wirkte), endlich nach Jferten (Dverdun) verlegt, wo es1825 zu gründe ging. Es hieß das Pestalozzis che Institut.Unter diesem Namen ist es in ganz Europa, ja bis jenseit des
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