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zu sehen, um deutsche Lehrer kennen zu lernen, um dasGute, das wir bereits besitzen, auf ihren vaterländischen Bodenzu verpflanzen.
Mit Recht fragt der junge Leser, die junge Leserin, die mirbis hierher gefolgt sind, wie das alles entstanden, auf welcheWeise das bessere Schulwesen ins Leben gerufen worden. Undwenn dann zugleich die edlen Männer genannt werden, derenNachdenken und deren Leistungen wir so preiswürdige Schöpfungenverdanken, dann wird von allen Geschichtskundigen mit hohenEhren der Mann genannt, dessen Name die erste Seite dieserBlätter ziert.
III.
Heinrich Pestalozzi.
Vernehmt, junge Leser, die Hauptzüge seines Lebens undWirkens! Wenn ihr glauben solltet, daß es ihn: leicht geworden,das zu wirken, was er vollbracht, ihr würdet euch sehr irren.Sein Leben war eine ununterbrochene Reihe von Mühe undArbeit. Mehr als einmal war er nahe daran, zu unterliegen,körperlich und geistig zu Grunde zu gehen. An Gegnern, jaFeinden hat es ihm niemals gefehlt. Mit Wehmut wird derLeser es erfahren, daß der mehr als achtzigjährige Greis fast inVerzweiflung über scheinbares Mißlingen seiner Bestrebungen seinedles, nur auf die Verbesserung des Loses seiner Mitmenschengerichtetes Leben aushauchte. Ihm war, wie den meisten Schöpfernneuer Dinge, das Leben eines Märtyrers beschieden. Er hattreu ausgehalten bis ans Ende. Darum segnet sein Andenkendie dankbare Nachwelt. —
Heinrich Pestalozzi wurde den 12. Januar 1745 oder1746 in der Stadt Zürich an dem reizenden Züricher See ge-boren. Sein Vater war ein Chirurg und gehörte zu den ange-sehensten Familien der Stadt. Leider verlor er denselben schonin seinen: 6. Lebensjahre, die Mutter mußte sich sehr einschränken;doch blieb ihr so viel, um ihrem Heinrich nebst zwei andernKindern einen zweckmäßigen Unterricht geben zu lassen. Sieschickte ihn in die Stadtschulen, die damals in der Schweiz denenin Deutschland gleich, d. h. schlecht waren. Unserin Heinrich